Falling Skies – Alienserie startet morgen auf Pro7

Steven Spielberg und Science-Fiction – wer denkt da nicht automatisch an das knuddelige Alien E.T. aus dem Jahre 1982. Nun, fast 30 Jahre später, startet morgen auf Pro7 die von Spielberg produzierte Sci-Fi-Serie Falling Skies, die am 19.06.2011 auf dem US-Kabelsender TNT mit fast 6 Millionen Zuschauern einen der besten Serienstarts aller Zeiten in den USA hingelegt hatte. Dass im Mittelpunkt wieder Aliens stehen, ist aber auch schon die einzige Gemeinsamkeit mit E.T.!

Falling Skies startet knapp 6 Monate nachdem ein Angriff von sogenannten Skidders die uns bekannte Welt in Schutt und Asche gelegt hat. Alle größeren Städte wurden zerstört, viele Erwachsene wurden getötet und Kinder werden mittels eines mit dem Zentralnervensystem verbundenen Parasiten versklavt. Es gibt nur noch wenige Überlebende, die sich den außerirdischen Invasoren entgegen stellen. Im Mittelpunkt der Serie steht Tom Mason (Noah Wyle – bekannt u.a. aus seiner Rolle Dr. Carter in Emergeny Room), ein ehemaliger College Professor, der als Erster Offizier des Kommandanten Weaver (Will Patton) versucht eine Gruppe bestehend aus Soldaten und Zivilisten aus Boston durch Massachusetts mit anderen Widerstandskämpfern zusammenzuführen. Seine Frau ist tot, der älteste seiner drei Söhne, Ben, wurde von den Aliens entführt und Tom Masons wichtigstes Ziel ist es, Ben zu befreien.

In Falling Skies dreht sich alles um den täglichen Kampf der wenigen Überlebenden um Nahrung, Munition und gegen die Invasoren, die mit Kampfrobotern, so genannten Mechs, eine kaum zu überwindene Waffe besitzen. Und wie in vielen US-Serien geht es daneben um das Zwischenmenschliche: familiäre Probleme, kleine Liebesgeschichten etc. Die Story ist sicherlich nicht neu und auch nicht originell, aber sie ist aufwendig inszeniert und vor allem spannend und kurzweillig erzählt. Falling Skies ist Popcorn-Kino fürs Fernsehen, mit 10 Folgen ist die erste Staffel aber leider auch nicht allzu umfangreich ausgefallen. Aufgrund der guten Zuschauerzahlen wurden bereits weitere 10 Folgen bestellt, die zweite Staffel soll in den USA im Sommer 2012 erscheinen.

Offizieller Pro7-Trailer

Revenge: zwei zusätzliche Folgen für die erste Staffel

Die seit Ende September in den USA laufenden ABC-Serie Revenge gehört zu meinen persönlichen, aktuellem Serien-Highlights. Und wie ich heute mit Freude gelesen habe, wird nicht nur die komplette erste Staffel ausgestrahlt, sondern wird sogar um zwei zusätzliche Folgen ergänzt!

Bei Revenge handelt es sich um eine moderne Version des bekannten Romans Der Graf von Monte Christo und spielt in den Hamptons, einer Stadt mit vielen wohlhabenden Einwohnern. Dorthin kehrt Amanda Clarke – gespielt von der kanadischen Schauspielerin Emily VanCamp, bekannt u.a. aus Everwood – zurück, an den Ort ihrer Kindheit. An den Ort, den sie verlassen musste, als ihr Vater für ein terroristisches Verbrechen verhaftet wurde, das er nicht begangen hatte und im Gefängnis starb. Amanda, die nun den Namen Emily Thorne trägt, hat nur ein Ziel: Rache (engl. Revenge)! Rache an all diejenigen, die damals Mitschuld an den Verleumdungen und Lügen gegeüber ihrem Vater auf sich geladen haben. Allen voran dass Ehepaar Graysons, die in Wirklichkeit verantwortlich für das seinerzeitige Verbrechen waren.

Der Reiz der Serie liegt sicherlich an den vielen Intrigen und dass erst langsam, Folge für Folge, neue Hintergründe und Beziehungsgeflechte bekannt werden. In jeder neuen Folge werden zwar Fragen beantwortet, aber dafür auch neue gestellt. Und genau das war zunächst ein Problem für diese Serie. In den USA werden bei Serienstart inzwischen kaum noch die komplette erste Staffel eingekauft, in der Regel werden die ersten 13 Folgen gebucht und bei guten Einschaltquoten dann per sogenannter back-nine-order die restlichen Folgen geordert. Um nun nicht mitten in der – dann noch offenen – Storyline abbrechen zu müssen, legten die Produzenten mit Folge 13 auch gleich das vorläufige Ende des Rachefeldzuges, um dann einen neuen Handlungsbogen zu starten. Und da die Einschaltquote von Revenge sehr positiv ausfielen, hat man sich nicht nur entschieden, alle 22 geplanten Folgen auszustrahlen, sondern gleich noch zwei Zusatzfolgen zu ordern. Damit sollen einzelne Aspekte und Charaktere der Serie noch intensiver dargestellt werden.

Ob und wann diese überdurchschnittliche Serie in Deutschland resp. in deutscher Synchronisation erscheinen wird, ist vollkommen offen. Aber ich persönlich glaube, dass die Chancen für 2012 sehr gut stehen! Also Daumen drücken!!

Die S&P-Frankreich-Panne – was ist nun peinlicher?

Diese Häme wird die Rating-Agentur Standard & Poor sicherlich so schnell nicht vergessen: Ratingagentur gibt Frankreich eins auf die Mütze – aus Versehen oder Peinliche Panne der Rating-Agentur empört Frankreich gehörten noch zu den harmlosen Schlagzeile, Spiegel Online nennt die Agentur sogar Standard & Murks und der Wiener Kurier stellt folgende These auf: Sorgfältig geplanter Irrtum bei S&P. Seit gestern sind die Finanznachrichten durch die Berichterstattung der irrtümlichen Herabstufung der französischen Kreditwürdigkeit gesprägt.

Wie der Screenshot von ft.com/alphaville rechts zeigt, gab es am Donnerstag nachmittag eine Meldung von S&P, dass ein Downgrade des französischen Staates ansteht – woraufhin die Renditen französischer Anleihen anstiegen und an der Börse die Aktienkurse nachgaben. Gut zwei Stunden gab S&P dann folgende Mitteilung heraus:

LONDON (Standard & Poor’s) Nov. 10, 2011-As a result of a technical error, a message was automatically disseminated today to some subscribers of S&P’s Global Credit Portal suggesting that France’s credit rating had been changed. This is not the case: the ratings on Republic of France remain ‘AAA/A-1+‘ with a stable outlook, and this incident is not related to any ratings surveillance activity. We are investigating the cause of the error.

Es sein also ein technischer Fehler passiert und Frankreich ist nicht herabgestuft worden! Daraufhin beruhigten sich die Märkte auch sukzessive wieder, die Gemüter – insbesondere in Frankreich – aber nicht. Heute kamen – wie nicht anders zu erwarten – erste Forderungen nach einer Haftung der Rating-Agenturen bei Fehlverhalten und Fehlinformationen auf, was bei grob fahrlässigen oder vorsätzlichen Fehlerverhalten absolut nachvollziehbar ist. Ob das auch hier zutrifft, muss aber erst noch überprüft werden.

Egal, ob es ein technischer Fehler oder schlicht und einfach Blödheit war, die zu dieser Veröffentlichung geführt hat: die Reaktion der Marktteilnehmer und Investoren war nicht viel besser und genauso peinlich! Wäre ein „echter“ Downgrade von Frankreich so unerwartet gekommen? Nein, sicherlich nicht, denn Frankreich gehört zu den größeren Schuldenmachern in Europa und ob hier ein Triple-A, die Bestnote, wirklich noch gerechtfertigt ist, halte ich eher für zweifelhaft. Warum also reagiert dann der Markt so übertrieben auf diese Nachricht? Weil inzwischen auch an den Börsen die Rationalität verloren gegangen ist und das spricht nicht unbedingt für die Marktteilnehmer und -beobachter.

Und wieder zeigt sich die Standard-Reaktion der Politik, die sofort mit Einschränkungen und Drohungen reagiert. Einerseits haben nicht die Rating-Agenturen die Probleme verursacht, sondern versuchen nur diese zu werten. Und andererseits erinnere ich mich noch sehr gut an die politische Kritik zu Zeiten der Subprime-Krise: die Rating-Agenturen hätten verspätet oder gar nicht reagiert und durch zu gute Bewertungen die Auswirkungen der Krise noch verstärkt. Und wenn es nun zu Abwertungen kommt – sei es wie im Falle der USA zu Recht oder im Falle Frankreichs aufgrund einer Panne – dann ist das auch nicht richtig. Das ist – zumindest – Verdummungspolitik – und am peinlichsten!

Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger kritisiert sogenannten „Schultrojaner“

Mal wieder zeigt sich, wie positiv sich doch eine kritische Auseinandersetzung im Internet auf die klassischen Medien und vor allem die Politik auswirken kann. Aktueller Anlaß ist die Berichterstattung des Online-Portals Netzpolitik.org zum geplanten Schultrojaner: vor gut einer Woche wurde dort das erste Mal darüber berichtet, die Bundesländer mit Schulbuchverlagen und Verwertungsgesellschaften bereits Ende 2010 einen Rahmenvertrag für die Verwendung urheberrechtlich geschützter Werke in Schulen geschlossen haben, der u.a. vorsieht, dass mittels einer sepziellen Software die Server von ein Prozent aller Schulen nach unerlaubten Kopien aus Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien durchsucht werden sollen. Also eigentlich weniger ein Trojaner, sondern eine gezielte Suche nach digitalen Raubkopien. Sukzessive wurde weiter darüber berichtet, bis dann Ende letzte Woche über das Thema bundesweit auch via Radio und Printmedien berichtet wurde und nun auch zu einer Reaktion seitens der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) geführt hat:

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger will den geplanten Einsatz eines Programms zur Suche nach Raubkopien auf Schulcomputern stoppen. Die FDP-Vizechefin sagte […], sie halte diese Vereinbarung zwischen der Kultusministerkonferenz (KMK) und den Schulbuchverlagen für „unmöglich“. Es dürfe keine Trojaner-Technik eingesetzt werden, deren genaue Möglichkeiten noch gar nicht geklärt seien. […] „Das bringt mich auf die Palme!“

Wie wahr! Dass alleine auf Basis eines pauschalen Generalverdachts die Schulrechner systematisch nach potentiellen Urheberrechtsverstössen durchsucht werden, erinnert schon etwas an Stasi-Methoden. Nur dann, wenn ein dringender Verdachtsfall vorliegt, darf m.E. auf Basis einer gerichtlichen Anweisung eine Prüfung erfolgen. Ansonsten könnte man ja den Verlagen auch gleich noch gestatten, einfach mal die Wohnungen von Schülern auf eigene Veranlassung zu durchsuchen. Und was man auch nicht vergessen darf: auf den Schulrechnern werden auch personenbezogene und persönlichste Daten von Schülern gespeichert: Adressdaten, Zeugnisse, Beurteilungen etc. Wer garantiert, dass diese Daten nicht mitübertragen und ausgewertet werden können?

Nein, das was hier die Bundesländer mit den Verlagen vereinbart haben, geht einfach zu weit und kann aus Datenschutzgründen nicht toleriert werden. Ich hoffe, dass durch die inzwischen intensive Berichterstattung dem ganzen endgültig ein Riegel vorgeschoben wird!

Das griechische Referendum – der richtige Weg

Griechenlands Ministerpräsident Georgios Papandreou kündigt an, dass das Volk über das Referendum zum – in Griechenland umstrittenen – Sparkurs abstimmen zu lassen und wird nächste Woche bereits die Vertrauensfrage im Parlament stellen. Die Reaktionen sind eindeutig: Die Verärgerung über den Alleingang des Premierministers ist groß. Die Kanzlerin verlangt Klarheit von Papandreou, in der Berichterstattung wird tendenziell Unverständnis für diesen Schritt geäußert, da die Risiken zu hoch sein:

Aber wenn es wirklich darum gehen sollte, den Schuldenschnitt vom Volk absegnen zu lassen, kann Papandreou nicht darauf hoffen, dass die Griechen zustimmen. Denn sie wissen: Der Haircut wird mit neuen, noch härteren Sparmaßnahmen verbunden sein. Dabei stöhnen die Menschen jetzt unter dem Sparkurs der Regierung. Die Wirtschaft rutscht immer tiefer in die Rezession, immer mehr Jobs gehen verloren. Nach einer aktuellen Meldung von Eurostat erreichte die Arbeitslosenquote im Juli 17,6 Prozent. In der Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren sind schon mehr als 40 Prozent der Griechen ohne Arbeit. Die Hoffnung, Griechenlands Wirtschaft werde im nächsten Jahr wieder zum Wachstum zurückkehren, hat sich bereits zerschlagen. Frühestens 2013 erwarten die Volkswirte ein Ende der Rezession. Sollte Papandreou wirklich erwarten, dass die Griechen unter diesen düsteren Vorzeichen dem Schuldenschnitt und weiteren Sparmaßnahmen grünes Licht geben, hätte er wohl jeden Realitätssinn verloren. Erst diesen Monat zeigte eine Meinungsumfrage: 85 Prozent sehen das Land „auf dem falschen Weg“, 92 Prozent sind mit der Regierung unzufrieden.(Quelle)

Ich finde, dass George Papandreou trotz aller dieser Risiken das einzig Richtige tut. Ich möchte nicht wissen, wie wir Deutschen reagieren, wenn die EU einen ähnlichen Schritt von uns verlangen würde – im Radio hörte ich heute, dass das griechische Sparpaket auf Deutschland übertragen bei rund 100 Mrd. Euro im Jahr liegen würde! So eine gravierender Einschnitt kann nur umgesetzt werden, wenn das Volk hinter den Maßnahmen steht und das kann man nur über ein Referendum erreichen. Das nennt sich Demokratrie und darauf sollte eigentlich Europa basieren. Dass es keine wirklichen Alternativen zum Sparpaket gibt, ist bei uns sicherlich Mehrheitsmeinung, aber darauf kommt es nunmal weniger an.

Was man sicherlich kritisieren muss, ist der Zeitpunkt – leider kommt das Referendum zu spät. Bereits mit dem ersten Hilfspaket hätte es gestartet werden müssen. Das läßt sich nun nicht mehr ändern. Lieber spät als gar nicht. Natürlich ist das Referendum ein Wagnis, aber das ist Demokratie immer. Spricht sich das griechische Volk für den Sparkurs aus, dürfte das Vertrauen in den Euro und Europa wieder steigen – etwas, was der Eiertanz der letzten Monate nicht erreichen konnte. Freilich wäre das Ergebnis einer Ablehnung durch das griechische Volk ein Disaster – eine Staats-Insolvenz wäre nicht zu vermeiden, Griechenland darf dann keine weitere EU-Hilfen mehr erhalten und die Rückkehr zur Drachme dürfte nicht abzuwenden sein. Ein schlimmes Szenario für Griechenland, aber auch für Europa? Ich glaube nicht.

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