Telekom schafft Flatrate indirekt ab

Telekom schafft ab Mai 2013 Flatrate indirekt abAls die ersten Gerüchte aufkamen, konnte wollte ich es nicht glauben, doch nun ist es Gewißheit: ab Mai 2013 werden seitens der Deutsche Telekom AG DSL-Verträge nur noch mit Volumengrenzen abgeschlossen, d.h. ab einem erreichten Datenvolumen erfolgt eine Drosselung der Bandbreite:

  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit/s: 75 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s: 200 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s: 300 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Mbit/s: 400 GB

Defacto werden damit die Flatrates abgeschafft, auch wenn die Telekom Ausnahmen angekündigt hat. Diese Ausnahmen betreffen jedoch Altverträge und eigene Dienste und Angebote von Partnern. Zum Beispiel soll das Datenvolumen aus dem Telekomeigenen Fernsehdienst Entertain sowie Sprachtelefonie über den Telekom-Anschluss nicht mit eingerechnet werden. Externe Internet-Anbieter Internet-Dienste müssen im Gegenzug eine Kooperation mit der Telekom für sogenannte Managed Services eingehen, was dann zu Zusatzkosten führt, die sicherlich der Kunde zu Tragen hat.

Natürlich steht es der Deutsche Telekom AG frei, Verträge nach deren Vorstellung anzubieten und es steht den Kunden frei, diese Vertragsangebote anzunehmen oder nicht. Schliesslich leben wir in einer (Sozialen) Marktwirtschaft und dazu gehört auch die Vertragsfreiheit. Nur stellt sich hier schon die Frage, ob die Deutsche Telekom AG aufgrund Ihrer Marktdominanz wirklich so frei ist und ob damit nicht der Wettbewerb auf Dauer unterlaufen wird. Andere Provider werden diesen Beispiel sicherlich zu gern folgen, da der Verkauf der Zusatzbandbreiten lukrativ sein kann.

Und die zweite wichtige Frage ist, inwiefern diese Vertragsgestaltung noch im Einklang mit dem Regulierungsgrundsatz der Netzneutralität steht – schliesslich geht es dabei um einer der Grundgedanken des Internets. Dass diese Netzneutralität nicht im Kernfokus eines Wirtschaftsunternehmens stehen kann, ist nachvollziehbar, daher muss sich nun die Politik dieser Thematik annehmen: dringend, schnell und konsequent.

Disney übernimmt Lucasfilms für USD 4 Mrd.

Der Branchenriese Disney hat gestern für knapp USD 4 Milliarden Lucasfilms gekauft und damit nach dem Erwerb von Marvel (2009) und Pixar (2006) den dritten Megadeal abgeschlossen.

Doch damit noch nicht genug! Entgegen der Aussagen von George Lucas, dass es keine weiteren Star Wars Filme mehr geben wird, wurde gleichzeitig Star Wars: Episode 7 angekündigt! Dieser soll bereits 2015 in den Kinos starten und es wurden weitere Filme in Abständen von zwei bis drei Jahren angekündigt, was darauf hindeutet, dass eine weitere Trilogie ins Haus steht.

George Lucas, der die Hälfte des Preises wird in bar ausgezahlt bekommt und die andere Hälfte in Disney-Aktien, räumt den Chefsessel bei Lucasfilms, seinen Posten übernimmt seine bisherige Stellvertreterin Kathleen Kennedy. Komplett zurückziehen wird er sich aber nicht, da er u.a. beim nächsten Star Wars Film als kreativer Berater beteiligt sein wird.

Bekannt wurde Lucasfilm auch durch die Film-Reihe Indiana Jones, hier scheint Disney allerdings derzeit keine Pläne für eine Fortsetzung zu haben.

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise: zweiter Trailer erschienen

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise: zweiter Trailer erschienenLetztes Jahr im Dezember, ein knappes Jahr also vor dem Kinostart, wurde der erste Trailer zu Der Hobbit – Eine unerwartete Reise veröffentlicht. Regisseur Peter Jackson, der bereits die Herr der Ringe-Triologie verfilmt hat, bringt nun auch deren Vorgeschichte auf die Leinwand. Und wieder wird es ein Dreiteiler werden, in dem mit Ian McKellen (als Gandalf), Orlando Bloom (Legolas) und Elijah Wood (Frodo) einige der Darsteller aus Herr der Ringe mit dabei sein werden. Der Hobbit – Eine unerwartete Reise, der erste Teil, wird in Deutschland am 13. Dezember 2012 die Kinos kommen, ein Jahr später wird dann am 12. Dezember 2013 Der Hobbit 2 folgen und am 18. Juli 2014 dann Der Hobbit 3 – Hin und Zurück den Abschluß bilden.

Gut neun Monate hat es gedauert, doch nun endlich wurde ein zweiter Trailer veröffentlicht, der gut zweieinhalb Minuten lang ist und der u.a. den Beginn der Reise von Bilbo Beutlin zeigt, seine Begegnung mit den Trollen und Kämpfe mit Orks. Aber seht doch einfach selber:

Torchwood Miracle Day: Event-Wochenende ab dem 17.08.2012

Nachdem die ersten drei Staffeln des erfolgreichen Dr. Who-Spin-offs Torchwood bei RTL II mit 7,9 % Marktanteil überdurchschnittliche Zuschauerzahlen erreichten, werden die 10 Folgen der vierten Staffel Torchwood: Miracle Day als Eventprogramm am Wochenende vom 17.08.-19.08.2012 gezeigt werden und nicht auf mehrere Wochen verteilt werden.

Aufgrund der Zusammenarbeit zwischen der BBC und dem amerikanischen Sender Starz wurde diesmal nicht nur in Wales gedreht, sondern auch in den USA und an weiteren Schauplätzen auf der ganzen Welt. Ausserdem konnten für die neuen Folgen auch US-Stars wie Bill Pullman (Independence Day) und Mekhi Phifer (Emergency Room) gewonnen werden. Eingefleischten Fans wird das nicht unbedingt gefallen, sorgt aber für einige Überraschungen.

Zum Inhalt: Zwei Jahre sind vergangen, seit Torchwood aufgelöst wurde. Captain Jack Harkness ist verschwunden, Gwen lebt mit ihrem Mann Rhys im Verborgenen. Doch dann stirbt urplötzlich auf der ganzen Welt niemand mehr, trotz Unfällen und Krankheiten. Auch Oswald Danes (Bill Pullman), ein verurteilter Pädophiler und Kindermörder, der durch die Giftspritze sterben sollte, überlebt und muss freigelassen werden. Dieses Phänomen, der Miracle Day, wiederholt sich Tag für Tag, so dass sich die die Weltbevölkerung innerhalb kürzester Zeit drastisch vermehrt. Die Rohstoffe werden knapp, die Regierungen der Welt sind überfordert. Handelt es sich um zufällige natürlichen Ereignisse oder steckt jemand / etwas dahinter? Gemeinsam mit den beiden Überlebenden des Torchwood-Teams macht sich der CIA-Agent Rex Matheson (Mekhi Phifer) an die Aufklärung der mysteriösen Begebenheiten.

Hier der jüngste RTL II-Trailer zu Torchwood – Miracle Day:

Falling Skies – Staffel 2 auf TNT Series gestartet

Falling Skies - Staffel 2 auf TNT Series gestartetLetztes Wochenende ist in den USA die zweite Staffel der Drama-Alienserie Falling Skies gestartet und bereits gestern fand die Deutschlandpremiere bei TNT Serie statt. Wann die neue Staffel im Free-TV auf Pro 7 gezeigt wird, steht leider noch nicht fest.

In zehn neuen Folgen dreht sich wieder alles um den Widerstandskampf der „Zweiten Massachusetts“ gegen die ausserirdischen Agressoren. Knapp drei Monate sind vergangen, seitdem Tom Mason (gespielt von Noah Wyle) an Bord eines der Raumschiffe ging, um mehr über die Aliens und deren Absichten zu erfahren. Nun kehrt er plötzlich wieder zurück und nicht wenige der Widerstandskämpfer sind skeptisch, ob es sich hierbei um einen Trick der Aliens handelt. Remi Aubuchon, Showrunner der 2. Staffel, verspricht für die kommende Staffel eine Menge Aktion:

Die erste Staffel zeigt, wie unsere Charaktere damit zurechtkommen, dass ihre Welt vollkommen aus den Fugen geraten ist. Die zweite Staffel erzählt davon, wie sie die Initiative ergreifen und zurückschlagen. Unsere Helden der ‚Zweiten Massachusetts’ werden in der zweiten Staffel zahlreiche Herausforderungen meistern und Hürden überwinden müssen. Einige werden die Reise nicht überleben. Aber am Ende werden die, die es schaffen, sehr viel stärker als zuvor sein und bereit für alles, was kommt.

Hier noch der offizielle Trailer zu neuen Staffel:

Staffeln 2 für Revenge, Once Upon a Time, Hart of Dixie und Touch angekündigt

In den letzten Tagen sind für vier meiner aktuellen Lieblingsserien positive Nachrichten erschienen: Revenge, Once Upon a Time, Hart of Dixie und Touch erhalten jeweils eine zweite Staffel.

Sowohl Revenge wie auch Once Upon a Time haben so gute Zuschauerzahlen in den USA erzielt, dass alles andere bei diesen beiden Serien auch eine Überraschung gewesen wäre. Revenge kam im Schnitt auf knapp acht Millionen Zuschauer in den USA und Once Upon a Time sogar auf knapp zehn Millionen Zuschauer. Im Gegensatz dazu, kommen die neuen Staffeln von Hart of Dixie und Touch eher etwas überraschend. Nachdem Touch mit rund 12 Millionen Zuschauern sehr gut gestartet war, schalteten zuletzt lediglich knapp sieben Millionen Menschen ein – in Deutschland sind die Quoten sogar so schlecht, das Pro 7 die Serie bedauerlicherweise sogar ins Nachtprogramm verschoben hat. Und Hart of Dixie hatte von Anfang an eher maue Zuschauerzahlen und kommt im Schnitt bisher auf gerade mal 1,6 Millionen Zuschauer.

In Revenge kehrt Amanda Clarke an den Ort ihrer Kindheit zurück, um Rache zu üben. Rache an all diejenigen, die Schuld am Tod ihres Vaters hatten, der unschuldig als Terrorist verurteilt wurde – sozusagen eine moderne Version des bekannten Romans Der Graf von Monte Christo. Ein deutscher Sendetermin ist leider noch vollkommen offen.

Once Upon a Time spielt in dem abgelegenen Ort Storybrooke in Maine, in welchem sich die Einwohner nicht bewußt sind, dass sie in Wirklichkeit Märchenfiguren sind. Alle bis auf die böse Königin, die die Einwohner mit einem Fluch belegt hatte und nun Bürgermeisterin des Ortes ist. Nur die Tochter von Schneewittchen und Prinz Charming kann diesen Fluch brechen, nur leider glaubt sie selber nicht daran. Auch für diese Serie ist bisher kein deutscher Sendetermin veröffentlicht worden, zumindest ist aber bekannt, dass sich RTL die Rechte an der Serie gesichert hat.

Hart of Dixie handelt von der in New York aufgewachsenen und zunächst überheblichen Medizinerin Zoe Hart, die nach ihrer Kündigung ein Jobangebot in einem kleinen Ort in Alabama, Bluebell, angenommen hat. Doch sehr schnell zeigt es sich, dass der Süden der USA nicht unbedingt auf sie gewartet hat und das Leben in einer Kleinstadt alles andere als einfach sein kann. Wann diese Serie nach Deutschland kommt, ist ebenfalls weiterhin ungewiss.

Die einzige der vier Serien, die bereits in Deutschland läuft, ist Touch, die aus der Feder des Heroes–Schöpfers Tim Kring stammt. Sie handelt von Martin Bohm, der sich nach dem Tod seiner Frau um seinen autistischen Sohn Jake kümmern muss und mit dieser Aufgabe oftmals überfordert ist. Dazu kommt, dass Jake die Zukunft vorhersagen kann, dies aber über Zahlenrätsel kommuniziert, die nicht immer sofort nachvollziehbar sind.

Iron Sky – eine trashige Sci-Fi-Komödie der besonderen Art

Mehr als sechs Jahre hat es gedauert, bis der finnischen Regisseurs Timo Vuorensola seine Sci-Fi-Komödie Iron Sky – Wir kommen in Frieden fertigstellen konnte, was zu, Teil auch daran lag, dass rund 15% der Produktionskosten von Euro 7,5 Mio. durch Crowdfunding im Internet gesammelt wurden. Noch nie hatten Fans soviel Einfluß auf die Finanzierung und den Inhalt eines Films, so dass auch die Erwartungen an diesen Film sehr hoch waren. Und die Story verdeutlicht schnell, dass man es hier nicht mit einem Mainstream-Film zu tun hat:

2018 kämpft die US-Präsidentin (gespielt von Stephanie Paul) um ihre Wiederwahl und will ihr Image durch die erste Mondlandung seit über 40 Jahren aufpolieren. Geleitet wird die Mission von dem Afroamerikaner James Washington (Christopher Kirby), der nach der Landung Unglaubliches entdeckt: auf die dunkle Seite des Mondes haben nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges geflohene Nazis eine mächtige Basis aufgebaut und bereiten sich auf die Rückeroberung der Erde vor. Doch bisher fehlte eine Antriebsquelle für die Nazi-Geheimwaffe Götterdämmerung, doch diese Lücke kann nun dank moderner Smartphone-Technik geschlossen werden. Also muss Nachschub von der Erde organisiert werden.

Wer auf Kritiker-Einschätzungen wert legt, wird sich diesen Film wohl eher nicht anschauen, wie die Kritik von Daniel Erk (Die Zeit) zeigt:

Auf kaum einen Film hatten so viele hingefiebert wie auf „Iron Sky“. Doch die Nazi-Weltraum-Klamotte ist langweilig, platt und mutlos. […] Und dass diese Weltraumnazis von vorvorgestern den Amerikanern aus dem Jahr 2018 das Wasser reichen können, ist selbst im Rahmen der hanebüchenen Story von Iron Sky ärgerlicher Unfug. Die Versuche in Sachen Handlung machen den Film nicht erträglicher. […] So aber ist fast nichts an diesem Film gut: nicht die Handlung, nicht die Gags, nicht die Besetzung, nicht die Seitenhiebe und schon gar nicht der gewollte Tabubruch.

So ist das eben mit Trash-Filmen. Sie haben nicht den Anspruch, den eloquenten, abgehobenen, immer alles besser wissenden Kritiker zu überzeugen. Hier geht es um eine durchgeknallte Story mit guten Gags und Einfällen. Zum Bsp. wenn der Abgesandte Nordkoreas bei der UN behauptet, hinter der Angriffswelle aus dem Weltall stecke sein Land und damit nur schallendes Gelächter erntet oder ausgerechnet eine kurze Szene aus Charlie Chaplins Anti-Hitler-Satire Der große Diktator von den Nazis als Propagandafilm eingesetzt wird. Sicherlich sitzen nicht alle Gags perfekt und an einigen Stellen hätte man sicherlich noch viele Ideen und verbesserungen einbringen können. Aber muss ein Film immer nur realistisch und perfekt durchdacht sein? Iron Sky – Wir kommen in Frieden ist politisch alles andere als korrekt und ist Trash-Vergnügen pur. Also kein Oskar-Kandidat, sondern ein spassiger Zeitvertreib. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Was besser nie gesagt worden wäre

Mit Günther Grass verbindet mich seit meiner Schulzeit wenig, vor allem jedoch eine eher zwiespältige Einschätzung seines literarischen Werkes. Die Blechtrommel habe ich noch gern gelesen, aber Der Butt wird wohl für immer das langweiligste Buch bleiben, was ich lesen durfte / musste. Ob er 1999 den Nobelpreis für Literatur „verdient“ hatte, mögen anderen entscheiden, die dafür befähigt sind. Was meines Erachtens aber einem Nobelpreisträger nicht gerecht wird, ist das (angebliche) Gedicht, welches Günther Grass diese Woche veröffentlicht hat: Was gesagt werden muss.

Zunächst einmal ist es für mich kein Gedicht, denn es besitzt keinerlei Prosa noch wirkliche gedichtsähnliche Strukturen. Auch inhaltlich ist es für mich eher ein Kommentar, ein Artikel somit. Ich weiss, das ist jetzt sehr formalistisch, aber wenn ein Literaturnobelpreisträger ein Gedicht ankündigt, dann sollte es auch ein Gedicht sein!

Was viel schlimmer wiegt, ist der realitätsverzerrende Inhalt des Pseudo-Gedichtes. So berechtigt die Angst vor einem möglichen Atom-Schlag seitens Israels gegen den Iran ist und so notwendig es auch immer sein wird, dass alle Völker und alle Regierungen ihr Bestes geben müssen, um andere Staaten davon abzuhalten, eine kriegerischen Erstschlag egal gegen wen durchzuführen, aber eine einseitige Verurteilung des israelischen Volkes als Problemherd ist weder zielführend noch gerechtfertigt. Alleine die Bewertung des iranischen Staatschefs Mahmud Ahmadinedschad als „Maulheld“ implementiert, dass vom Iran keine Gefahr ausgehen würde. Dabei ist es immer wieder Mahmud Ahmadinedschad, der den Holocaust leugnet und dessen erklärtes Ziel es ist, Israel von der Landkarte zu tilgen. Und wenn es sich bewahrheitet, dass der Iran in der Lage ist, atomare Waffen zu bauen: ist die iranische Diktatur weniger gefährlich als die israelische Demokratie?

Günther Grass nun als Antisemit zu bezeichnen, ist jedoch genauso niveaulos wie der „literarische Erguß“ von Günther Grass. Was gesagt werden muss ist einfach nur eine indifferente, unzutreffende und in einzelnen Punkten fehlerhafte Pauschalkritik. Also nichts weiter als unnötig!

Und wer das Gedichtden Text noch nicht kennt, kann ihn nachstehend und vollständig lesen:

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