AfD: Wir wollten nie raus aus dem Euro

AfD: Wir wollten nie raus aus dem EuroRainer Erkens, Chefstratege der AfD, hat dieser Tage eine sehr interessante Aussage getätigt:

Wir wollten aus dem Euro eigentlich auch damals nie raus. Es war die sehr plakative Forderung. Als Mogelpackung sehe ich das nicht, dann hätten wir ja gelogen.

Im Rahmen der Bundestagwahl 2013 lautete die Devise aber noch Zurück zur D-Mark darf kein Tabu sein“ – ja, was denn nun? Die früheren Euro-Kritiker sind nun doch nicht gegen den Euro, sondern haben das nur plakativ gefordert, um Wählerstimmen zu bekommen? Und das wäre keine Lüge? Stimmt!!! Das nenne ich Wahlbetrug. Den eigentlichen Grund, warum man heute nicht mehr zu dieser Forderung steht, hat der AfD-Sprecher des Landesverbandes Baden-Württemberg, Jens Zeller, gegenüber dem SWR Südwestdeutschen Rundfunk genannt:

Der Wähler will nicht zurück zur D-Mark. Und ich gebe offen zu, dass wir im Bundestagswahlkampf nicht alle mit einer Zunge gesprochen haben. Auch heute nicht.

Das man sich in der Politik auch mal von Inhalten trennen muss, wenn diese nicht mehr in der Wählerschaft umsetzbar sind, gehört zum politischen Alltag. Wenn es sich aber um grundlegende Inhalte handelt, die eine Partei maßgeblich ausmachen und einen Großteil der Wählerinnern und Wählern repräsentieren, dann kann man nicht einfach erklären, dass man diese Forderung nie wirklich umsetzen wollte. Aber das scheint die AfD wenig zu interessieren. Hier geht es meines Erachtens nur darum, Protestwähler zu gewinnen, um politische Macht zu erhalten und nicht um politische Inhalte umzusetzen. Ich hoffe, dass das viele der potentiellen Wähler erkennen.

Frankie Knuckles – The Godfather of House verstorben

Frankie Knuckles - The Godfather of House verstorbenAm vergangenen Montag ist einer, nein, der legendärste House-DJ, der Godfather of House, Frankie Knuckles, mit gerade mal 59 Jahren verstorben. Damit geht eine Ära zu Ende, den er gilt nachweislich als der Begründer der House-Musik und legte noch am Wochenende vor seinem Tod im Ministry of Sound in London auf.

Anfang der 70er begann Frankie Knuckles als DJ in New Yorker Clubs aufzulegen, also mitten in der Hochphase des Disco-Sounds, sein Mentor war einer der bekanntesten Disco-DJs: Larry Levan. Doch 1977 zog Knuckles nach Chicago und wurde Resident-DJ im Warehouse-Club, einer umgebauten Lagerhalle. Da der Disco-Trend inzwischen am Abheben war, begann er R&B- und Soulplatten mit völlig neuen Mix- und Auflegetechniken abzuspielen und das in einer Zeit, als es noch keine Technics SL-1210 MK2 gab, den späteren Standard-Plattenspielern eines DJs, der dank Direktantrieb und Pitchregler das Mixing von Platten deutlich vereinfachte. Damit war die House-Musik geboren, ein Trend, der in den 80ern dann auch Europa erreichte. Später wurde Knuckles dann auch Produzent und Remixer u.a. für die Pet Shop Boys, Diana Ross, Whitney Houston, Depeche Mode und Michael Jackson.

Neben Marshall Jefferson und David Morales gehörte Frankie Knuckles zu den House-DJs / Produzenten, die mich Mitte der 80er Jahre bewegt hatten, selber als DJ aufzulegen. Ich weiss noch bis heute, welcher House-Track mir diese Stilrichtung näher brachte: Night Writers, The – Let The Music (Use You) – gemixt eben von Knuckles:

Leider hatte ich nur einmal die Möglichkeit, ihn selber live zu erleben, bei einem Gig in Frankfurt Anfang der 90er Jahre. Danke Frankie für Deine Musik, ich hoffe, Du zeigst den Engeln nun, was eine ordentliche House-Mucke ist.

R.I.P.

Telekom schafft Flatrate indirekt ab

Telekom schafft ab Mai 2013 Flatrate indirekt abAls die ersten Gerüchte aufkamen, konnte wollte ich es nicht glauben, doch nun ist es Gewißheit: ab Mai 2013 werden seitens der Deutsche Telekom AG DSL-Verträge nur noch mit Volumengrenzen abgeschlossen, d.h. ab einem erreichten Datenvolumen erfolgt eine Drosselung der Bandbreite:

  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit/s: 75 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s: 200 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s: 300 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Mbit/s: 400 GB

Defacto werden damit die Flatrates abgeschafft, auch wenn die Telekom Ausnahmen angekündigt hat. Diese Ausnahmen betreffen jedoch Altverträge und eigene Dienste und Angebote von Partnern. Zum Beispiel soll das Datenvolumen aus dem Telekomeigenen Fernsehdienst Entertain sowie Sprachtelefonie über den Telekom-Anschluss nicht mit eingerechnet werden. Externe Internet-Anbieter Internet-Dienste müssen im Gegenzug eine Kooperation mit der Telekom für sogenannte Managed Services eingehen, was dann zu Zusatzkosten führt, die sicherlich der Kunde zu Tragen hat.

Natürlich steht es der Deutsche Telekom AG frei, Verträge nach deren Vorstellung anzubieten und es steht den Kunden frei, diese Vertragsangebote anzunehmen oder nicht. Schliesslich leben wir in einer (Sozialen) Marktwirtschaft und dazu gehört auch die Vertragsfreiheit. Nur stellt sich hier schon die Frage, ob die Deutsche Telekom AG aufgrund Ihrer Marktdominanz wirklich so frei ist und ob damit nicht der Wettbewerb auf Dauer unterlaufen wird. Andere Provider werden diesen Beispiel sicherlich zu gern folgen, da der Verkauf der Zusatzbandbreiten lukrativ sein kann.

Und die zweite wichtige Frage ist, inwiefern diese Vertragsgestaltung noch im Einklang mit dem Regulierungsgrundsatz der Netzneutralität steht – schliesslich geht es dabei um einer der Grundgedanken des Internets. Dass diese Netzneutralität nicht im Kernfokus eines Wirtschaftsunternehmens stehen kann, ist nachvollziehbar, daher muss sich nun die Politik dieser Thematik annehmen: dringend, schnell und konsequent.

Disney übernimmt Lucasfilms für USD 4 Mrd.

Der Branchenriese Disney hat gestern für knapp USD 4 Milliarden Lucasfilms gekauft und damit nach dem Erwerb von Marvel (2009) und Pixar (2006) den dritten Megadeal abgeschlossen.

Doch damit noch nicht genug! Entgegen der Aussagen von George Lucas, dass es keine weiteren Star Wars Filme mehr geben wird, wurde gleichzeitig Star Wars: Episode 7 angekündigt! Dieser soll bereits 2015 in den Kinos starten und es wurden weitere Filme in Abständen von zwei bis drei Jahren angekündigt, was darauf hindeutet, dass eine weitere Trilogie ins Haus steht.

George Lucas, der die Hälfte des Preises wird in bar ausgezahlt bekommt und die andere Hälfte in Disney-Aktien, räumt den Chefsessel bei Lucasfilms, seinen Posten übernimmt seine bisherige Stellvertreterin Kathleen Kennedy. Komplett zurückziehen wird er sich aber nicht, da er u.a. beim nächsten Star Wars Film als kreativer Berater beteiligt sein wird.

Bekannt wurde Lucasfilm auch durch die Film-Reihe Indiana Jones, hier scheint Disney allerdings derzeit keine Pläne für eine Fortsetzung zu haben.

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise: zweiter Trailer erschienen

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise: zweiter Trailer erschienenLetztes Jahr im Dezember, ein knappes Jahr also vor dem Kinostart, wurde der erste Trailer zu Der Hobbit – Eine unerwartete Reise veröffentlicht. Regisseur Peter Jackson, der bereits die Herr der Ringe-Triologie verfilmt hat, bringt nun auch deren Vorgeschichte auf die Leinwand. Und wieder wird es ein Dreiteiler werden, in dem mit Ian McKellen (als Gandalf), Orlando Bloom (Legolas) und Elijah Wood (Frodo) einige der Darsteller aus Herr der Ringe mit dabei sein werden. Der Hobbit – Eine unerwartete Reise, der erste Teil, wird in Deutschland am 13. Dezember 2012 die Kinos kommen, ein Jahr später wird dann am 12. Dezember 2013 Der Hobbit 2 folgen und am 18. Juli 2014 dann Der Hobbit 3 – Hin und Zurück den Abschluß bilden.

Gut neun Monate hat es gedauert, doch nun endlich wurde ein zweiter Trailer veröffentlicht, der gut zweieinhalb Minuten lang ist und der u.a. den Beginn der Reise von Bilbo Beutlin zeigt, seine Begegnung mit den Trollen und Kämpfe mit Orks. Aber seht doch einfach selber:

Torchwood Miracle Day: Event-Wochenende ab dem 17.08.2012

Nachdem die ersten drei Staffeln des erfolgreichen Dr. Who-Spin-offs Torchwood bei RTL II mit 7,9 % Marktanteil überdurchschnittliche Zuschauerzahlen erreichten, werden die 10 Folgen der vierten Staffel Torchwood: Miracle Day als Eventprogramm am Wochenende vom 17.08.-19.08.2012 gezeigt werden und nicht auf mehrere Wochen verteilt werden.

Aufgrund der Zusammenarbeit zwischen der BBC und dem amerikanischen Sender Starz wurde diesmal nicht nur in Wales gedreht, sondern auch in den USA und an weiteren Schauplätzen auf der ganzen Welt. Ausserdem konnten für die neuen Folgen auch US-Stars wie Bill Pullman (Independence Day) und Mekhi Phifer (Emergency Room) gewonnen werden. Eingefleischten Fans wird das nicht unbedingt gefallen, sorgt aber für einige Überraschungen.

Zum Inhalt: Zwei Jahre sind vergangen, seit Torchwood aufgelöst wurde. Captain Jack Harkness ist verschwunden, Gwen lebt mit ihrem Mann Rhys im Verborgenen. Doch dann stirbt urplötzlich auf der ganzen Welt niemand mehr, trotz Unfällen und Krankheiten. Auch Oswald Danes (Bill Pullman), ein verurteilter Pädophiler und Kindermörder, der durch die Giftspritze sterben sollte, überlebt und muss freigelassen werden. Dieses Phänomen, der Miracle Day, wiederholt sich Tag für Tag, so dass sich die die Weltbevölkerung innerhalb kürzester Zeit drastisch vermehrt. Die Rohstoffe werden knapp, die Regierungen der Welt sind überfordert. Handelt es sich um zufällige natürlichen Ereignisse oder steckt jemand / etwas dahinter? Gemeinsam mit den beiden Überlebenden des Torchwood-Teams macht sich der CIA-Agent Rex Matheson (Mekhi Phifer) an die Aufklärung der mysteriösen Begebenheiten.

Hier der jüngste RTL II-Trailer zu Torchwood – Miracle Day:

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