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	<title>Mea Opinio Est - Meine Meinung ist ... &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Der Blog rund um Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Web, Leben mit persönlichen Meinungen von Frank-Andre Thies</description>
	<lastBuildDate>Wed, 01 Feb 2012 18:25:34 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Die S&amp;P-Frankreich-Panne &#8211; was ist nun peinlicher?</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 21:04:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ratingagentur]]></category>
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		<category><![CDATA[Standard & Poor's]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese H&#228;me wird die Rating-Agentur Standard &#038; Poor sicherlich so schnell nicht vergessen: Ratingagentur gibt Frankreich eins auf die M&#252;tze &#8211; aus Versehen oder Peinliche Panne der Rating-Agentur emp&#246;rt Frankreich geh&#246;rten noch zu den harmlosen Schlagzeile, Spiegel Online nennt die Agentur sogar Standard &#038; Murks und der Wiener Kurier stellt folgende These auf: Sorgf&#228;ltig geplanter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese H&auml;me wird die Rating-Agentur <strong>Standard &#038; Poor</strong> sicherlich so schnell nicht vergessen: <a target="_blank" href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/ratingagentur-gibt-frankreich-eins-auf-die-muetze-aus-versehen/5825190.html">Ratingagentur gibt Frankreich eins auf die M&uuml;tze &#8211; aus Versehen</a> oder <a target="_blank" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/peinliche_panne_der_rating-agentur_empoert_frankreich_1.13282439.html">Peinliche Panne der Rating-Agentur emp&ouml;rt Frankreich</a> geh&ouml;rten noch zu den harmlosen Schlagzeile, Spiegel Online nennt die Agentur sogar <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,797270,00.html">Standard &#038; Murks</a> und der Wiener Kurier stellt folgende These auf: <a target="_blank" href="http://kurier.at/nachrichten/4314221.php">Sorgf&auml;ltig geplanter Irrtum bei S&#038;P</a>. Seit gestern sind die Finanznachrichten durch die Berichterstattung der irrt&uuml;mlichen Herabstufung der franz&ouml;sischen Kreditw&uuml;rdigkeit gespr&auml;gt. </p>
<p><a target="_blank" href="http://www.mea-opinio-est.de/uploads/2011/11/SP-france-downgrade.jpg"><img src="http://www.mea-opinio-est.de/uploads/2011/11/SP-france-downgrade-300x106.jpg" alt="" title="S&amp;P France Downgrade" width="300" height="106" class="alignright size-medium wp-image-734" /></a>Wie der Screenshot von <a href="http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/11/10/741751/about-that-france-downgrade/">ft.com/alphaville</a> rechts zeigt, gab es am Donnerstag nachmittag eine Meldung von S&#038;P, dass ein Downgrade des franz&ouml;sischen Staates ansteht &#8211; woraufhin die Renditen franz&ouml;sischer Anleihen anstiegen und an der B&ouml;rse die Aktienkurse nachgaben. Gut zwei Stunden gab S&#038;P dann folgende Mitteilung heraus: </p>
<blockquote><p>LONDON (Standard &#038; Poor&#8217;s) Nov. 10, 2011-As a result of a technical error, a message was automatically disseminated today to some subscribers of S&#038;P&#8217;s Global Credit Portal suggesting that France&#8217;s credit rating had been changed. This is not the case: the ratings on Republic of France remain ‘AAA/A-1+&#8217; with a stable outlook, and this incident is not related to any ratings surveillance activity. We are investigating the cause of the error.</p></blockquote>
<p>Es sein also ein technischer Fehler passiert und Frankreich ist nicht herabgestuft worden! Daraufhin beruhigten sich die M&auml;rkte auch sukzessive wieder, die Gem&uuml;ter &#8211; insbesondere in Frankreich &#8211; aber nicht. Heute kamen &#8211; wie nicht anders zu erwarten &#8211; erste Forderungen nach einer Haftung der Rating-Agenturen bei Fehlverhalten und Fehlinformationen auf, was bei grob fahrl&auml;ssigen oder vors&auml;tzlichen Fehlerverhalten absolut nachvollziehbar ist. Ob das auch hier zutrifft, muss aber erst noch &uuml;berpr&uuml;ft werden.</p>
<p>Egal, ob es ein technischer Fehler oder schlicht und einfach Bl&ouml;dheit war, die zu dieser Ver&ouml;ffentlichung gef&uuml;hrt hat: die Reaktion der Marktteilnehmer und Investoren war nicht viel besser und genauso peinlich! W&auml;re ein &#8220;echter&#8221; Downgrade von Frankreich so unerwartet gekommen? Nein, sicherlich nicht, denn Frankreich geh&ouml;rt zu den gr&ouml;&szlig;eren Schuldenmachern in Europa und ob hier ein Triple-A, die Bestnote, wirklich noch gerechtfertigt ist, halte ich eher f&uuml;r zweifelhaft. Warum also reagiert dann der Markt so &uuml;bertrieben auf diese Nachricht? Weil inzwischen auch an den B&ouml;rsen die Rationalit&auml;t verloren gegangen ist und das spricht nicht unbedingt f&uuml;r die Marktteilnehmer und -beobachter. </p>
<p>Und wieder zeigt sich die Standard-Reaktion der Politik, die sofort mit Einschr&auml;nkungen und Drohungen reagiert. Einerseits haben nicht die Rating-Agenturen die Probleme verursacht, sondern versuchen nur diese zu werten. Und andererseits erinnere ich mich noch sehr gut an die politische Kritik zu Zeiten der Subprime-Krise: die Rating-Agenturen h&auml;tten versp&auml;tet oder gar nicht reagiert und durch zu gute Bewertungen die Auswirkungen der Krise noch verst&auml;rkt. Und wenn es nun zu Abwertungen kommt &#8211; sei es wie im Falle der USA zu Recht oder im Falle Frankreichs aufgrund einer Panne &#8211; dann ist das auch nicht richtig. Das ist &#8211; zumindest &#8211; Verdummungspolitik &#8211; und am peinlichsten!
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		<title>Das griechische Referendum &#8211; der richtige Weg</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20111102/das-griechische-referendum-der-richtige-weg/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 20:43:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[G20-Gipfel]]></category>
		<category><![CDATA[Papandreou]]></category>

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		<description><![CDATA[Griechenlands Ministerpr&#228;sident Georgios Papandreou k&#252;ndigt an, dass das Volk &#252;ber das Referendum zum &#8211; in Griechenland umstrittenen &#8211; Sparkurs abstimmen zu lassen und wird n&#228;chste Woche bereits die Vertrauensfrage im Parlament stellen. Die Reaktionen sind eindeutig: Die Ver&#228;rgerung &#252;ber den Alleingang des Premierministers ist gro&#223;. Die Kanzlerin verlangt Klarheit von Papandreou, in der Berichterstattung wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mea-opinio-est.de/uploads/2011/11/george-papandreou.jpg" alt="" title="George Papandreou" width="245" height="254" class="alignright size-full wp-image-693" />Griechenlands Ministerpr&auml;sident Georgios Papandreou k&uuml;ndigt an, dass das Volk &uuml;ber das Referendum zum &#8211; in Griechenland umstrittenen &#8211; Sparkurs abstimmen zu lassen und wird n&auml;chste Woche bereits die Vertrauensfrage im Parlament stellen. Die Reaktionen sind eindeutig: <a target="_blank" href="http://www.ftd.de/politik/europa/:referendum-merkels-geduld-mit-den-griechen-geht-zu-ende/60124207.html">Die Ver&auml;rgerung &uuml;ber den Alleingang des Premierministers ist gro&szlig;. Die Kanzlerin verlangt Klarheit von Papandreou</a>, in der Berichterstattung wird tendenziell Unverst&auml;ndnis f&uuml;r diesen Schritt ge&auml;u&szlig;ert, da die Risiken zu hoch sein:</p>
<blockquote><p>Aber wenn es wirklich darum gehen sollte, den Schuldenschnitt vom Volk absegnen zu lassen, kann Papandreou nicht darauf hoffen, dass die Griechen zustimmen. Denn sie wissen: Der Haircut wird mit neuen, noch h&auml;rteren Sparma&szlig;nahmen verbunden sein. Dabei st&ouml;hnen die Menschen jetzt unter dem Sparkurs der Regierung. Die Wirtschaft rutscht immer tiefer in die Rezession, immer mehr Jobs gehen verloren. Nach einer aktuellen Meldung von Eurostat erreichte die Arbeitslosenquote im Juli 17,6 Prozent. In der Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren sind schon mehr als 40 Prozent der Griechen ohne Arbeit. Die Hoffnung, Griechenlands Wirtschaft werde im n&auml;chsten Jahr wieder zum Wachstum zur&uuml;ckkehren, hat sich bereits zerschlagen. Fr&uuml;hestens 2013 erwarten die Volkswirte ein Ende der Rezession. Sollte Papandreou wirklich erwarten, dass die Griechen unter diesen d&uuml;steren Vorzeichen dem Schuldenschnitt und weiteren Sparma&szlig;nahmen gr&uuml;nes Licht geben, h&auml;tte er wohl jeden Realit&auml;tssinn verloren. Erst diesen Monat zeigte eine Meinungsumfrage: 85 Prozent sehen das Land &#8220;auf dem falschen Weg&#8221;, 92 Prozent sind mit der Regierung unzufrieden.<small>(<a target="_blank" href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-11/papandreou-griechenland-referendum">Quelle</a>)</small></p></blockquote>
<p>Ich finde, dass George Papandreou trotz aller dieser Risiken das einzig Richtige tut. Ich m&ouml;chte nicht wissen, wie wir Deutschen reagieren, wenn die EU einen &auml;hnlichen Schritt von uns verlangen w&uuml;rde &#8211; im Radio h&ouml;rte ich heute, dass das griechische Sparpaket auf Deutschland &uuml;bertragen bei rund 100 Mrd. Euro im Jahr liegen w&uuml;rde! So eine gravierender Einschnitt kann nur umgesetzt werden, wenn das Volk hinter den Ma&szlig;nahmen steht und das kann man nur &uuml;ber ein Referendum erreichen. Das nennt sich Demokratrie und darauf sollte eigentlich Europa basieren. Dass es keine wirklichen Alternativen zum Sparpaket gibt, ist bei uns sicherlich Mehrheitsmeinung, aber darauf kommt es nunmal weniger an. </p>
<p>Was man sicherlich kritisieren muss, ist der Zeitpunkt &#8211; leider kommt das Referendum zu sp&auml;t. Bereits mit dem ersten Hilfspaket h&auml;tte es gestartet werden m&uuml;ssen. Das l&auml;&szlig;t sich nun nicht mehr &auml;ndern. Lieber sp&auml;t als gar nicht. Nat&uuml;rlich ist das Referendum ein Wagnis, aber das ist Demokratie immer. Spricht sich das griechische Volk f&uuml;r den Sparkurs aus, d&uuml;rfte das Vertrauen in den Euro und Europa wieder steigen &#8211; etwas, was der <em>Eiertanz</em> der letzten Monate nicht erreichen konnte. Freilich w&auml;re das Ergebnis einer Ablehnung durch das griechische Volk ein Disaster &#8211; eine <em>Staats-Insolvenz</em> w&auml;re nicht zu vermeiden, Griechenland darf dann keine weitere EU-Hilfen mehr erhalten und die R&uuml;ckkehr zur Drachme d&uuml;rfte nicht abzuwenden sein. Ein schlimmes Szenario f&uuml;r Griechenland, aber auch f&uuml;r Europa? Ich glaube nicht.
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		<title>Die HRE und der 55.500.000.000 Euro Fehler</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20111029/die-hre-und-der-55-500-000-000-euro-fehler/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 22:45:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Bank]]></category>
		<category><![CDATA[HRE]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass sich der Schuldenstand der Bundesrepublik Deutschland um 55,5 Mrd. Euro verringert hat, klingt zun&#228;chst positiv. Dass dies eine Reduktion der Schuldenquote um 2,6 %-Punkte auf 81,1% des Bruttoinlandproduktes bedeutet, auch noch, wenngleich wir damit immer noch weit weg sind vom Maastricht-Kriterium, welches eine max. Schuldenquote von 60% vorgibt. Warum also reagieren Politker wie der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mea-opinio-est.de/uploads/2011/10/hre-bank-150x150.jpg" alt="" title="Hypo Real Estate" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-674" />Dass sich der Schuldenstand der Bundesrepublik Deutschland um 55,5 Mrd. Euro verringert hat, klingt zun&auml;chst positiv. Dass dies eine Reduktion der Schuldenquote um 2,6 %-Punkte auf 81,1% des Bruttoinlandproduktes bedeutet, auch noch, wenngleich wir damit immer noch weit weg sind vom Maastricht-Kriterium, welches eine max. Schuldenquote von 60% vorgibt. Warum also reagieren Politker wie der Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, wie folgt:</p>
<blockquote><p>Das ist kein Betrag, den die schw&auml;bische Hausfrau in einer Keksdose versteckt und vergisst. Der unbefangene Beobachter gewinnt den Eindruck, dass das Finanzministerium angesichts immer neuer Rettungspl&auml;ne v&ouml;llig die &Uuml;bersicht verloren hat. Milliarden sind nicht mehr so wichtig. Wir rechnen in Billionen.</p></blockquote>
<p>Hintergrund f&uuml;r diese &Auml;u&szlig;erungen sind die aktuellen Ver&ouml;ffentlichungen, dass sich <a target="_blank" href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-56-milliarden-euro-panne/5769708.html">die Banker der bundeseigenen Bank FMS Wertmanagement sich kr&auml;ftig verrechnet haben</a> resp. dass die Bank <a target="_blank" href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/hypo-real-estate-der-55-5-milliarden-euro-fehler-11510541.html">die Milliarden schlicht falsch gebucht hat &#8211; mit dramatischen Folgen</a>:</p>
<blockquote><p>Der kapitale Milliardenfehler in den Bilanzen der Bad Bank (FMS Wertmanagement) [der Hypo Real Estate (HRE)], die komplett dem Staat geh&ouml;rt, war vor allem durch fehlerhafte Doppelbuchungen seit dem vergangenen Jahr entstanden. Im Prinzip wurden quasi Addition und Substraktion verwechselt.</p></blockquote>
<p>Das alles kann man derzeit in vielen Berichten lesen und das klingt nat&uuml;rlich mehr als nur peinlich. Es gibt aber einzelne Aussagen, wie z.B. auf <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/finanzminister-schaeuble-in-bedraengnis-milliarden-fehlbuchung-empoert-die-spd-1.1176520">sueddeutsche.de</a>, die mich aufhorchen lassen! Demnach konnte die FMS Wertmanagement im vergangenen Jahr Verm&ouml;genswerte von gut 31 Mrd. Euro ver&auml;u&szlig;ern, was die Bilanz der FMS und damit auch den Bund entlastet. Das klingt f&uuml;r mich weniger nach einem Rechen- oder Bilanzierungsfehler. Und ferner soll es um Sicherheitsleistungen f&uuml;r Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen von Finanzderivaten in H&ouml;he von 24,5 Mrd. Euro gehen, die nicht saldiert wurden, sondern jeweils separat in der Aktiva und Passiva der Bilanz ausgewiesen wurden, auch wenn diese mit denselben Gesch&auml;ftspartnern bestanden. Das klingt auf den ersten Blick unlogisch und wird u.a. wie folgt kommentiert:</p>
<blockquote><p>Wenn Lieschen M&uuml;ller Tante Emma 100 Euro schuldet und gleichzeitig 80 Euro von ihr zu bekommen hat, dann schuldet sie ihrer Tante netto nur 20 Euro.</p></blockquote>
<p>Das mag f&uuml;r diesen einfachen Fall gelten, aber nicht immer ist das deutsche resp. internationale Bilanzierungsrecht so einfach. Ich bin zwar kein Bilanzbuchhalter, aber soweit ich weiss, kann man nicht immer alles einfach saldieren. </p>
<p>Ich bin daher mal sehr gespannt, was in den kommenden Tagen an weiteren Details zu dieser <strong>55,5-Milliarden-Euro-Panne</strong> berichtet wird. Sollte es sich herausstellen, dass hier massiv Saldierungsm&ouml;glichkeiten nicht genutzt wurden, ohne dass Wirtschaftspr&uuml;fer und Kontrollgremien etwas gemerkt haben, dann ist das wirklich oberpeinlich und muss gepr&uuml;ft werden. Eventuell ist die aktuelle Berichterstattung in den Medien aber auch (mal wieder) eine grobe Simplifizierung eines komplexen Sachverhaltes zu Gunsten der Auflagenzahlen&#8230;..
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		<title>Steuers&#252;nder-Daten &#8211; Darf der Staat das Recht beugen?</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20100203/steuersuender-daten-darf-der-staat-das-recht-beugen/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 22:01:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Datenkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[steuersünder]]></category>

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		<description><![CDATA[Die aktuelle Diskussion &#252;ber den m&#246;glichen Kauf einer Steuers&#252;nder-CD zeigt, wie weit das Rechtsempfinden der Deutschen gesunken ist. Zwei Drittel der Deutschen sind nach dem Zwischenstand einer aktuellen Umfrage bei Spiegel Online daf&#252;r, dass der Staat rund 2,5 Mio. Euro ausgibt, um die Daten von voraussichtlich 1.500 bundesdeutschen Steuers&#252;ndern zu kaufen &#8211; verbunden mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a target="_blank" href="http://www.mea-opinio-est.de/uploads/2010/02/spiegel_online_20100203.png"><img src="http://www.mea-opinio-est.de/uploads/2010/02/spiegel_online_20100203-150x150.png" alt="" title="spiegel_online_20100203" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-573" /></a>Die aktuelle Diskussion &uuml;ber den m&ouml;glichen Kauf einer Steuers&uuml;nder-CD zeigt, wie weit das Rechtsempfinden der Deutschen gesunken ist. Zwei Drittel der Deutschen sind nach dem Zwischenstand einer <a href="http://www1.spiegel.de/active/vote/fcgi/vote.fcgi?voteid=6582&#038;x=112&#038;y=4">aktuellen Umfrage bei Spiegel Online</a> daf&uuml;r, dass der Staat rund 2,5 Mio. Euro ausgibt, um die Daten von voraussichtlich 1.500 bundesdeutschen Steuers&uuml;ndern zu kaufen &#8211; verbunden mit der Erwartung, gesch&auml;tzte 100 Mio. Euro Steuernachzahlungen zu erhalten. Ein Supergesch&auml;ft! </p>
<p>Richtig, mathematisch gesehen, eine Rendite von 4.000% !!! Daf&uuml;r lohnt es sich doch, das Recht zu beugen. Selbst die Gr&uuml;nen, einer deren Slogans <a target="_blank" href="http://twitpic.com/1118of">Deine Daten geh&ouml;ren Dir &#8211; Datenschutz ist B&uuml;rgerrecht</a> lautet, stimmt hier dem Eingehen einer Straftat zu. Schliesslich ist die Mehrheit der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ja dereselben Meinung, da darf man seine eigene Programmatik schnell mal &uuml;ber den Haufen werfen.</p>
<p>Der Kauf von gestohlenen Waren ist nach meiner laienhaften Einsch&auml;tzung Hehlerei, somit nicht rechtens und ist auch gar nicht mit einer Belohnung zu vergleichen, was aktuell gern als Argument angebracht wird. Belohnt wird, wer dabei hilft, eine Straftat aufzukl&auml;ren, indem er sachdienliche Hinweise gibt. Ich habe noch nie davon geh&ouml;rt, dass man gleichzeitig dazu aufruft, dabei eine Straftat zu begehen. Wie kann der Staat von seinen B&uuml;rgern verlangen, dass diese sich an die Gesetze halten, wenn der Staat gleichzeitig aufgrund der schlechten Haushaltslage das Gegenteil macht und auch noch offen zugibt. Dann braucht ja auch niemand mehr ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man Schwarzarbeiter nutzt, um die Kosten zu dr&uuml;cken. Dann kann man ja auf Arbeit in die Kasse greifen, um die eigene Finanzlage zu verbessern. </p>
<p>Ich will nicht falsch verstanden werden: der Staat muss gegen Steuers&uuml;nder vorgehen, mit allen <strong>legalen</strong> Mitteln, die zur Verf&uuml;gung stehen. Es ist unfair gegen&uuml;ber der Masse an ehrlichen Steuerzahlern, dieses soziale System zu untergraben. Wenn wir aber immer mehr das Recht aufweichen, wo ist dann zuk&uuml;nftig die Grenze? D&uuml;rfen dann nicht auch bald Wanzen in Wohnungen ohne richerlichen Beschlu&szlig; angebracht werden, schliesslich ist es ja zum Vorteil der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung. Wie w&auml;re es denn, alle diejenigen mal vorsorglich zu verhaften, die mehr als 100.000 Euro im Jahr verdienen und somit eventuell nennenswert Steuern hinterzogen haben &#8211; vielleicht gesteht der ein oder andere dann. </p>
<p>Wenn der Staat damit anf&auml;ngt, &uuml;ber dem Gesetz zu stehen, machen wir meines Erachtens einen sehr grossen Fehler, der sich erst mit der Zeit auswirken wird. Und nicht unbedingt zum Positiven.
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		<title>GM verkauft Opel nicht</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 13:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Abwrackprämie]]></category>
		<category><![CDATA[GM]]></category>
		<category><![CDATA[Magna]]></category>
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		<description><![CDATA[Nun ist die Katze also aus dem Sack! Nach monatelangen Verhandlungen hat heute Nacht der US-Automobilkonzern General Motors den vielerorts an sicher geltenden Verkauf von Opel an Automobilzulieferer Magna abgesagt und plant nun selber das Europagesch&#228;ft zu sanieren. Dass man damit eine Reihe von europ&#228;ischen und deutschen Politikern, allen voran unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel, br&#252;skiert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist die Katze also aus dem Sack! Nach monatelangen Verhandlungen hat heute Nacht der US-Automobilkonzern <em>General Motors</em> den vielerorts an sicher geltenden Verkauf von <em>Opel</em> an Automobilzulieferer <em>Magna</em> abgesagt und plant nun selber das Europagesch&auml;ft zu sanieren. Dass man damit eine Reihe von europ&auml;ischen und deutschen Politikern, allen voran unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel, br&uuml;skiert, die nahezu durchweg nur den Verkauf von Opel an Magna als sinnhafte L&ouml;sung angesehen und w&auml;hrend der Wahlkampfphase laut propagiert haben, wird in Kauf genommen. Doch kommt diese Entscheidung wirklich so unerwartet?</p>
<p>Ich glaube nicht. Schliesslich war von Anfang an bekannt, dass mit dem Verkauf von Opel nicht nur der Zugriff von GM auf wichtige moderne Technologien und der Zugang zum europ&auml;ischen Markt verloren geht, sondern diese Assets eventuell von russischen Wettbewerbern f&uuml;r deren St&auml;rkung der Marktpositionierung genutzt werden k&ouml;nnte, was langfristig negative Folgen f&uuml;r GM h&auml;tte. Dazu kommt, dass der Opel-K&auml;ufer <em>Magna</em> nicht unbedingt der erhoffte <em>weisse Ritter</em> ist, wie Opel-Treuhandmitglied Dirk Pfeil nochmal best&auml;tigt hat und daher die <a target="_blank" href="http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/autoindustrie/:kein-verkauf-an-magna-gm-brueskiert-merkel-mit-opel-entscheidung/50032259.html" title="ftd.de: GM br&uuml;skiert Merkel mit Opel-Entscheidung">Entscheidung von GM sogar begr&uuml;sst</a> hat:</p>
<blockquote><p>Magna w&auml;re mit der Opel &Uuml;bernahme &#8220;glatt &uuml;berfordert&#8221; gewesen. </p></blockquote>
<p>Im Grunde d&uuml;rfen sich m.E. die damaligen Regierungsmitglieder von CDU/CSU und SPD gar nicht so stark aufregen, schliesslich haben diese indirekt sogar aktiv diese Entscheidung unterst&uuml;tzt: Opel geh&ouml;rt zu den gr&ouml;&szlig;ten Nutzniessern der deutschen <strong>Kfz-Abwrackpr&auml;mie</strong> und konnte ihre wirtschaftliche Lage &#8211; zumindest tempor&auml;r &#8211; verbessern. Jammern ist aber auch aus einem anderem Grund fehl am Platz: ob es sich wirklich um einen <em>schwarzen Tag f&uuml;r Opel</em> handelt, wie Betriebsratschef Klaus Franz heute sagte, h&auml;ngt sehr stark auch von der bundesdeutschen Regierung und den betroffenen Bundesl&auml;ndern ab. Opel ist weiterhin ein Sanierungsfall und schmerzhafte Einschnitte werden notwendig sein, um ein tragf&auml;higes Konzept umsetzen zu k&ouml;nnen. Wie stark die deutschen Standorte hiervon betroffen sein werden, bleibt abzuwarten. Aber es muss L&ouml;sungen geben, die weder den deutschen Steuerzahler einseitig belasten noch die Opel-Arbeitnehmer im Regen stehen l&auml;sst. Und das wird ein gewaltiger Spagat werden. Gut, dass der Wahlkampf vorbei ist.
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		<title>Mehdorn pocht auf Vertragserf&#252;llung</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 13:07:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Mehdorn]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Nachfolger f&#252;r den scheidenden Deutsche Bahn Chef Hartmut Mehdorn war mit der Person des Daimler-Managers R&#252;diger Grube schneller als gedacht gefunden und alles schien darauf hinzudeuten, dass die Bahn nunmehr langsam aus den Schlagzeilen kommen w&#252;rde. Weit gefehlt! Denn Herr Mehdorn steht erneut im Feuer der Kritik. Hintergrund sind seine Forderungen nach der vollst&#228;ndigen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Nachfolger f&uuml;r den scheidenden Deutsche Bahn Chef <strong>Hartmut Mehdorn</strong> war mit der Person des Daimler-Managers <strong>R&uuml;diger Grube</strong> schneller als gedacht gefunden und alles schien darauf hinzudeuten, dass die Bahn nunmehr langsam aus den Schlagzeilen kommen w&uuml;rde. Weit gefehlt! Denn Herr Mehdorn steht erneut im Feuer der Kritik. Hintergrund sind seine Forderungen nach der vollst&auml;ndigen, finanziellen Erf&uuml;llung seines bis Mai 2011 laufenden Vertrages, was de facto eine Abfindung in noch unbekannter Millionenh&ouml;he bedeutet. Ansonsten m&uuml;sste er rechtliche Schritte einleiten. Schnell wird daraus eine &ouml;ffentliche Brandmarkung und vor allem die Gewerkschaften reagieren emp&ouml;rt. </p>
<p>Was hierbei &#8211; erneut &#8211; nicht unterschieden wird, ist der Unterschied zwischen rechtlichen und moralischen Konsequenzen. Letzteres zu fordern, ist jedermanns Recht. Die rechtlichen Fragen m&uuml;ssen aber erst noch gekl&auml;rt werden. In einem Rechtsstaat &#8211; und darauf sollten wir stolz sein &#8211; m&uuml;ssen Vertr&auml;ge nach dem Grundsatz <strong>pacta sunt servanda</strong> erf&uuml;llt werden. Und damit hat Herr Mehdorn trotz aller Anfeindungen wie jeder andere Bundesb&uuml;rger das Recht, zur Kl&auml;rung im Zweifelsfall von Gericht zu ziehen. Denn nur dort kann ein rechtsstaatliches Urteil auf Basis aller beweisbaren Tatbest&auml;nde erfolgen. Und derzeit stehen Behauptungen u.a. aus der Daten-Aff&auml;re im Raum, die erst noch bewiesen werden m&uuml;ssen. </p>
<p>Ob das potentielle Urteil im pers&ouml;nlichen Empfinden aller B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger am Ende gerecht ist, bleibt offen. Sollte Hartmut Mehdorn kein Fehlverhalten nachzuweisen sein, d&uuml;rfte es aus meiner Sicht schwierig werden, ihm die vertraglich zugesichteren Zahlungen zu verweigern. Gerade die Gewerkschaften sollten das wissen, sitzen deren Vertreter doch auch im Aufsichtsrat des Staatsunternehmens und dieser Aufsichtsrat hat schliesslich den Vertrag mit Hartmut Mehdorn entschieden. Populismus ist in Deutschland mal wieder en vogue, verantwortungsvolles Handeln sieht anders aus: zun&auml;chst muss eine Kl&auml;rung der im Raum stehenden Vorw&uuml;rfe erfolgen und dann kann entschieden werden, ob die Einhaltung des Arbeitsvertrages wirklich notwendig ist!
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		<title>Deutsche Bahn-Chef zieht die Konsquenzen</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20090331/deutsche-bahn-chef-zieht-konsquenzen/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 10:53:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Mehdorn]]></category>

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		<description><![CDATA[Es waren dann doch wohl ein paar Aff&#228;ren zuviel, die daf&#252;r sorgten, dass die Deutsche Bahn AG nicht mehr aus den Schlagzeilen kam. Mit jedem Tag wurden neue, noch pikantere Details der Datenaff&#228;re innerhalb des Staatsunternehmens ver&#246;ffentlicht und der Druck auf Bahnchef Hartmut Mehdorn wurde immer st&#228;rker. Nachdem zuletzt auch der bundesdeutsche Politikkader immer seltener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es waren dann doch wohl ein paar Aff&auml;ren zuviel, die daf&uuml;r sorgten, dass die <strong>Deutsche Bahn AG</strong> nicht mehr aus den Schlagzeilen kam. Mit jedem Tag wurden neue, noch pikantere Details der Datenaff&auml;re innerhalb des Staatsunternehmens ver&ouml;ffentlicht und der Druck auf Bahnchef <strong>Hartmut Mehdorn</strong> wurde immer st&auml;rker. Nachdem zuletzt auch der bundesdeutsche Politikkader immer seltener ihre Unterst&uuml;tzung demonstrierte, &uuml;bernahm Mehdorn &#8211; endlich &#8211; die Verantwortung und bot seinen R&uuml;cktritt an:</p>
<blockquote><p>Meine Damen und Herren, wir befinden uns derzeit am Beginn einer schweren, weltweiten Wirtschaftskrise, die auch f&uuml;r die DB AG und ihre Mitarbeiter gravierende Auswirkungen haben wird. [...] Es ist f&uuml;r mich sehr bedr&uuml;ckend, dass sich Eigent&uuml;mer, Mitarbeiter und Management, jetzt nicht mit aller Kraft auf die L&ouml;sung der sich daraus ergebenden Probleme konzentrieren k&ouml;nnen. Unsere Arbeit der letzten Jahre hat bewiesen, dass dieser Vorstand das Unternehmen und sein Gesch&auml;ft versteht und deshalb gerade jetzt zur Gestaltung und Zukunftssicherung in schwierigen Zeiten gefragt ist. [...] Keine Frage, ein F&uuml;hrungswechsel ist in solch schwieriger Lage nicht ohne zus&auml;tzliches Risiko. Aber das &#8211; meine Damen und Herren &#8211; m&uuml;ssen andere verantworten. Ich habe dem Aufsichtsratsvorsitzenden daher die Aufl&ouml;sung meines Vertrages angeboten.</p></blockquote>
<p>Unabh&auml;ngig davon, dass der Bahnchef weiterhin jede pers&ouml;nliche Schuld von sich weist und auch wenn er in seinen 15 Jahren als Chef der Bahn sicherlich eine weitestgehend erfolgreiche Arbeit gelesitet hat, als Vorstandsvorsitzender ist er aus meiner Sicht durch seine Position verantwortlich f&uuml;r das, was in seinem Unternehmen passiert. Und die Details der Daten-Aff&auml;re sind so pikant und unvertretbar, dass dieser R&uuml;cktritt zum Schutz der Deutsche Bahn AG notwendig war. </p>
<p>Die Auswirkungen aber k&ouml;nnen verherrend sein. Nun muss die <a target="_blank" href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/regierung-sucht-hastig-neuen-bahn-chef;2220264" titel="Handelsblatt: Deutsche Bahn - Regierung sucht hastig neuen Bahn-Chef" target="_blank">Bundesregierung hastig einen neuen Bahn-Chef suchen</a> und schon zeigt die Gro&szlig;e Koalition erneut, wie uneinig sie doch ist. W&auml;hrend die SPD erneut eine gemeinsame F&uuml;hrung sowohl der Holding der Deutsche Bahn AG und der zur Privatisierung anstehenden <strong>DB Mobility Logistics</strong> fordert, pr&auml;feriert die CDU dagegen eine Doppelspitze. Und da parallel auch der Finanzvorstand Diethelm Sack das Unternehmen verlassen wird, wird die Suche nach potentiellen Nachfolgern sowieso nicht einfach. Wer besitzt einerseits den notwendigen fachlichen Background, ein Unternehmen dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung zu f&uuml;hren und schafft es andererseits, sich gegen die viele Mitsprachew&uuml;nsche der Politik durchzusetzen? Man kann schon fast behaupten, dass der Posten des Vorstandsvorsitzenden schnell zu einem Schleudersitz werden kann.</p>
<p>Denn gerade der hohe Einfluss der Politik kann sich in einer der Kernthemen der Bahn zu einem Bumerang entwickeln: wie bitte soll man potenziellen Investoren &uuml;berzeugen, sich an der anstehenden Teilprivatisierung zu beteiligen, wenn es die Mitsprache deutlich eingeschr&auml;nkt ist? Aus Sicht von Bankenkreisen ist eine &Ouml;ffnung f&uuml;r private Anteilseigner unter Umst&auml;nden f&uuml;r Jahre unm&ouml;glich. Es bleibt abzuwarten, inwiefern der laufende und f&uuml;r die Sanierung notwendige Wandlungsprozess von einem Staatsunternehmen zum Dienstleister dadurch zur&uuml;ckgeworfen wird. Vor allem Provinzpolitiker, denen die Privatisierungspl&auml;ne von Anfang an ein Dorn im Auge waren, werden nun am lautesten jubeln. Hoffetlich bleibt ihnen dieses Lachen schon bald in der Kehle stecken.
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		<title>Deutsche Bahn legt Abmahnung gegen Netzpolitik auf Eis</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20090209/deutsche-bahn-legt-abmahnung-gegen-netzpolitik-auf-eis/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 10:42:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vielzahl der Reaktionen auf die Abmahnung der Deutsche Bahn AG gegen den Blog netzpolitik.org und vor allem wohl die Sch&#228;rfe des Gegenwindes hat dazu gef&#252;hrt, dass die Deutsche Bahn AG die Abmahnung nicht weiter betreiben will! Interessanterweise wird die Bahn aber ihre Abmahnung nicht zur&#252;ckziehen, sondern sieht lediglich von weiteren juristischen Schritte gegen diesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vielzahl der Reaktionen auf die Abmahnung der Deutsche Bahn AG gegen den Blog <em>netzpolitik.org</em> und vor allem wohl die Sch&auml;rfe des Gegenwindes hat dazu gef&uuml;hrt, dass die Deutsche Bahn AG die <a target="_blank" href="http://netzpolitik.org/2009/deutsche-bahn-ag-gibt-auf/" title="Deutsche Bahn gibt auf" target="_blank">Abmahnung nicht weiter betreiben will</a>! Interessanterweise wird die Bahn aber ihre Abmahnung nicht zur&uuml;ckziehen, sondern sieht lediglich von weiteren <a target="_blank" href="http://www.mathias-schindler.de/2009/02/06/netzpolitik-deutsche-bahn-gibt-auf/" title="Mathias Schindler - Ohne Anerkenntnis eines Lehrenziehens…." target="_blank">juristischen Schritte gegen <em>diesen Blogger</em></a> ab. Dies hat er in einem Telefonat mit einem Bahnsprecher m&uuml;ndlich erfahren.</p>
<p>Es ist also weder eine offizielle Pressemitteilung geplant noch wurde Markus Beckedahl als Blogbetreiber direkt hier&uuml;ber informiert. Eine Entschuldigung f&uuml;r dieses &uuml;bertriebene Vorgehen, was aus meiner Sicht das Mindeste gewesen w&auml;re, wird es demnach nicht geben. F&uuml;r Markus freue ich mich sehr und hoffe, dass der &Auml;rger langsam verdaut werden konnte, das peinliche Vorgehen in Sachen PR-Arbeit der Bahn wird damit um eine neue Qualit&auml;t bereichert. Und eines darf insbesondere nicht vergessen werden: das Grundproblem der Vorg&auml;nge bei der Bahn bleibt bestehen! Wie kann es sein, dass ein Unternehmen in internen Rasterfahndungen die gesamten Mitarbeiter ohne hinreichenden Tatverdacht &uuml;berpr&uuml;ft! Die Abwehr von Korruption ist ohne Frage eine wichtige Aufgabe eines Unternehmens und hierzu muss es M&ouml;glichkeiten geben. Aber die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit und das Einhalten von Gesetzen muss gew&auml;hrleistet bleiben. Egal wie gross ein Unternehmen ist.
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		<title>Deutsche Bahn, Datenskandal und nun noch ein kritischer Blogger</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 20:41:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>
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		<description><![CDATA[Deutsche Bahn und Transparenz &#8211; zwei Dinge, die sich scheinbar widersprechen und ausschliessen. Und allen voran Bahnchef Hartmut Mehdorn, der Mann, der offenkundig glaubt, &#252;ber den Gesetzen stehen zu d&#252;rfen. Gerade erst musste er sich auf Druck der &#214;ffentlichkeit daf&#252;r entschuldigten, dass in den Jahren 2001 und 2002 rund 173.000 Bahn-Mitarbeiter im Rahmen einer Aktion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deutsche Bahn und Transparenz &#8211; zwei Dinge, die sich scheinbar widersprechen und ausschliessen. Und allen voran Bahnchef Hartmut Mehdorn, der Mann, der offenkundig glaubt, &uuml;ber den Gesetzen stehen zu d&uuml;rfen. Gerade erst musste er sich auf Druck der &Ouml;ffentlichkeit daf&uuml;r entschuldigten, dass in den Jahren 2001 und 2002 rund 173.000 Bahn-Mitarbeiter im Rahmen einer Aktion zur Korruptionsbek&auml;mpfung &uuml;berpr&uuml;ft wurden und dann stellt sich heraus, dass dieser <a target="_blank" href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/datenskandal-bei-der-bahn-weitet-sich-aus;2140403" title="Handelsblatt - Datenskandal bei der Bahn weitet sich aus" target="_blank">Datenskandal noch viel umfangreicher ist</a>: 2005 gab es erneut eine &Uuml;berpr&uuml;fung, die diesmal alle Mitarbeiter betraf. Dass seine Entschuldigung nun wie ein Hohn klingt und der Kreis derjenigen, die den R&uuml;cktritt von Hartmut Mehdorn fordern, immer gr&ouml;&szlig;er wird, d&uuml;rfte daher wenig verwundern. Nur die CDU scheint derzeit noch aus wahltaktischen Gr&uuml;nden hinter ihm zu stehen, schliesslich darf die SPD nicht nur den potentiellen Nachfolger vorschlagen, sondern kann sich mit dem Thema auch im anstehenden Bundestagswahlkampf positiv profilieren: schlechter kann ein Nachfolger die PR-Arbeit der Deutsche Bahn AG sicherlich kaum noch machen.</p>
<p>Und seit gestern hat die Bahn einen neuen Feind ausgemacht: <a target="_blank" href="http://netzpolitik.org/2009/deutsche-bahn-ag-schickt-mir-abmahnung/" title="netzpolitik: Deutsche Bahn AG schickt mir Abmahnung!" target="_blank">Markus Beckedahl / netzpolitik.org</a>: in diesem Blog wurde am 31.01.2009 &#8211; zun&auml;chst ohne gro&szlig;e Publicity &#8211; ein internes Memo des Berliner Landesdatenschutzbeauftragten &uuml;ber Details zu der Mitarbeiter&uuml;berwachung der Bahn ver&ouml;ffentlicht, das Markus aus einer anonymen Quelle erhalten hatte. Daraufhin hatte er diese Woche eine Abmahnung durch die Rechtsabteilung des Bahn-Konzerns erhalten und er soll das Dokument vom Blog entfernen sowie eine Unterlassungserkl&auml;rung unterzeichnen. Aber Markus sieht das nicht ein:</p>
<blockquote><p>Seit bald acht Jahren blogge ich jetzt abmahnfrei unter dieser Domain. Einige Dokumente hab ich in der Zeit auch ver&ouml;ffentlicht, die teilweise vorher auch schon durch die Medien geisterten, aber dort nur zitiert wurden. Ich ver&ouml;ffentliche diese Dokumente wie auch das interne Memo zur DB-Rasterfahndung, weil ich denke, dass sich jeder selbst eine Meinung bilden k&ouml;nnen sollte. Ich bin auch der Meinung, dass eine aufgekl&auml;rte Demokratie wie in unserem Lande das zulassen sollte. Und dieses Dokument ist f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Diskurs rund um die &Uuml;berwachungsaff&auml;re bei der Deutschen Bahn AG relevant. [...] Mittlerweile hab ich auch R&uuml;cksprache mit meinen Anw&auml;lten [...] gehabt, der Stand [...] ist der, dass ich das Dokument online lasse und die Unterlassungserkl&auml;rung nicht unterzeichne.</p></blockquote>
<p>Im Web gibt es bereits eine <a target="_blank" href="http://www.telemedicus.info/article/1146-Rechtliche-Bewertung-zur-Netzpolitik-Abmahnung.html" title="Telemedicus: Rechtliche Bewertung zur Netzpolitik-Abmahnung" target="_blank">rechtliche Bewertung zur Netzpolitik-Abmahnung</a>, die zu dem Ergebnis kommt, dass die Vorgehensweise der Bahn rechtlich wohl nicht zu halten ist. Sollte sich das best&auml;tigen, w&uuml;rden keine Konsequenzen f&uuml;r Markus Beckedahl / netzpolitik.org entstehen. Das w&auml;ren in diesem besonderen Fall die richtige Entscheidung. Dazu ist das gesellschaftliche Interesse an den Vorg&auml;ngen bei der Bahn einfach zu gross und zu wichtig.</p>
<p>Erfahren von diesem Vorgehen habe ich &uuml;brigens &uuml;ber den <a target="_blank" href="http://twitter.com/netzpolitik" title="Twiter - netzpolitik.org" target="_blank">netzpolitik Twitter-Account</a>, dort werden weiterhin aktuelle Informationen rund um diese Abmahnung ver&ouml;ffentlicht. Die ganze Aktion zeigt, wie stark heute die Vernetzung geworden ist und wie schnell die Szene reagieren kann, wenn es um die gegenseitige Unterst&uuml;tzung geht. Und die Welle ebt nicht ab, das Thema wird sukzessive sogar von den klassischen Medien &uuml;bernommen. Und das Vorgehen der Rechtsabteilung der Deutsche Bahn AG hat sich zu einem Bumerang entwickelt und das Gegenteil des Gew&uuml;nschten erreicht: anstelle das interne Memo ins Datennirvana zu bef&ouml;rdern, verbreitet es sich nunmehr in Windeseile durch das Web und erreicht einen ungeahnten Bekanntheitsgrad!</p>
<p>Ich hoffe, dass Markus Beckedahl seine Position durchhalten kann und die Abmahnung wirklich rechtlich ins Leere l&auml;uft. Danke f&uuml;r seine Courage!
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		<title>Postbank hatte 170.000 Euro im Tresor vergessen</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2009 20:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man aktuell von Banken in der Presse liest, geht es in der Regel um die Finanzmarktkriese. Diese Woche hat aber eine Berliner Filiale der Postbank mit einer ganz anderen Nachricht f&#252;r Schlagzeilen gesorgt: ein noch mit 170.000 Euro gef&#252;llter Tresor sollte verschrottet werden! Der Mitarbeiter im Elektrostahlwerk Henningsdorf bei Berlin d&#252;rfte sicherlich etwas &#252;berrascht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man aktuell von Banken in der Presse liest, geht es in der Regel um die Finanzmarktkriese.  Diese Woche hat aber eine Berliner Filiale der Postbank mit einer ganz anderen Nachricht f&uuml;r Schlagzeilen gesorgt: ein noch mit 170.000 Euro gef&uuml;llter Tresor sollte verschrottet werden!</p>
<p>Der Mitarbeiter im Elektrostahlwerk Henningsdorf bei Berlin d&uuml;rfte sicherlich etwas &uuml;berrascht gewesen sein, als ihm beim Entladen eines Transporters das Geld in die H&auml;nde fiel. Laut der Postbank soll aufgrund der Unachtsamkeit eines Mitarbeiters beim Umzug einer Filiale der ausgemusterte Tresor nicht vollst&auml;ndig geleert worden sein. Der Vorfall soll f&uuml;r diesen Mitarbeiter entsprechende Konsequenzen haben, der Mitarbeiter des Stahlwerkes darf sich daf&uuml;r auf einen netten Finderlohn freuen.</p>
<p>Danke Postbank! Da konnte man wirklich f&uuml;r einen Moment die aktuelle Kriese bei den Banken und der Wirtschaft vergessen!
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