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	<title>Mea Opinio Est - Meine Meinung ist ... &#187; Literatur</title>
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	<description>Der Blog rund um Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Web, Leben mit persönlichen Meinungen von Frank-Andre Thies</description>
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		<title>Enten-Kurier: Hundepr&#228;sident Wuff gerat unter Druck</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 20:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Wulff]]></category>
		<category><![CDATA[Hauskreditaffäre]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Egmont Ehapa Verlag hat heute &#252;ber einen besonderen Bericht in der kommenden Ausgabe der Micky Maus informiert: Hundepr&#228;sident Wuff ger&#228;t zunehmend unter Druck. Er habe Berichte &#252;ber die Finanzierung seiner Privath&#252;tte mit pers&#246;nlichen Anrufen bei F&#252;hrungspersonen der Micky Maus und Kai Quickmann, Chefredakteur des Enten-Kurier, verhindern wollen. Eine l&#228;ngere Nachricht habe Wuff auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_811" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.mea-opinio-est.de/uploads/2012/01/hundepraesident_Egmont_Ehapa_Verlag_GmbH-300x214.jpg" alt="" title="Hundepr&auml;sident Wuff - Egmont Ehapa Verlag GmbH" width="300" height="214" class="size-medium wp-image-811" /><p class="wp-caption-text">(c) Egmont Ehapa Verlag GmbH</p></div>Der Egmont Ehapa Verlag hat heute &uuml;ber einen besonderen Bericht in der kommenden Ausgabe der <strong>Micky Maus</strong> informiert:<br />
<blockquote>Hundepr&auml;sident Wuff ger&auml;t zunehmend unter Druck. Er habe Berichte &uuml;ber die Finanzierung seiner Privath&uuml;tte mit pers&ouml;nlichen Anrufen bei F&uuml;hrungspersonen der Micky Maus und Kai Quickmann, Chefredakteur des Enten-Kurier, verhindern wollen. Eine l&auml;ngere Nachricht habe Wuff auf den Anrufbeantworter dieser Zeitung gebellt und sich emp&ouml;rt &uuml;ber die Recherchen gezeigt. Wuff steht seit Wochen wegen der Finanzierung seiner H&uuml;tte in Wedel mit einem 500 000 Taler-Kredit eines Pudelpaares in der Kritik. Au&szlig;erdem soll er gratis Urlaub in luxuri&ouml;ser Tierpensionen befreundeter Terrier gemacht haben. Doch Wuff zeigte nicht Zerknirschung, sondern Z&auml;hne: &#8220;Wenn man nicht mehr bei Freunden &uuml;bernachten darf, ohne am Morgen einen Knochen auf den Tisch zu legen, dann ist das schlecht.&#8221; Mehrere Mitglieder der Hunderegierung forderten bereits den R&uuml;cktritt des Pr&auml;sidenten.</p></blockquote>
<p>Dass unser Bundespr&auml;sident Christian Wulff seinerzeit als Ministerpr&auml;sident auf Einladung von Freunden bei diesen Urlaub gemacht hat, war f&uuml;r mich von Anfang an keine wirkliche Aff&auml;re. Ein Politiker, der jeglichen Kontakt zu Freunden, Wirtschaft und Gesellschaft abbricht, wird kaum noch eine realit&auml;tsnahe Politik machen k&ouml;nnen und jeden Bezug zum Volk endg&uuml;ltig verlieren. Und auch die sogenannte <em>Hauskreditaff&auml;re</em> ist f&uuml;r mich in vielen Punkten einfach nur &uuml;berzogen. Solange es keine Hinweise gibt, dass Christian Wulff im Gegenzug f&uuml;r das zinsg&uuml;nstige Darlehen seines Unternehmerfreundes diesem durch seine Amtsmacht ungerechtfertigte Gegenleistungen erbracht hat, ist dieses Darlehen sicherlich ungew&ouml;hnlich, aber nachvollziehbar. Wer zahlt denn wirklich gern h&ouml;here Zinsen an die Bank, wenn er die Chance h&auml;tte, sich anderweitig g&uuml;nstiger zu refinanzieren. Hier kommt f&uuml;r mich wieder mal das typisch deutsche Neidgebaren durch. Und auch der j&uuml;ngste Kritikpunkt, dass die Umschuldung bei der BW-Bank in einen zinsg&uuml;stigen Geldmarktkredit anstelle eines Hypothekendarlehen fragw&uuml;rdig sei, ist f&uuml;r mich nicht nachvollziehbar. Die Spreads zwischen kurzfristigen Geldmarkts&auml;tzen und langfristigen Kapitalmarkts&auml;tzen in den letzten Monaten und Jahren waren so hoch, dass diese Vorgehensweise mehr als nur angebracht ist. Es wird nur in der Praxis von den meisten Bankkunden nicht genutzt, weil es mit deren Sicherheitsbed&uuml;rfnis nicht in Einklang gebracht werden kann.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund war ich bisher der Auffassung, dass Christian Wulff wegen dieser Kritikpunkte nicht zur&uuml;ckreten muss &#8211; auch wenn ich ihn einerseits f&uuml;r einen der schw&auml;chsten Bundespr&auml;sidenten in unserer Geschichte halte und ich andererseits Joachim Gauck meine Stimme gegeben h&auml;tte, wenn der Bundespr&auml;sident durch das Volk gew&auml;hlt werden w&uuml;rde. Aber die Informationspolitik von Christian Wulff und seinen Beratern &#8211; man kann sie nur als <em>Salamitaktik</em> bezeichnen &#8211; immer nur das zuzugeben, was offenkundig geworden ist und vor allem seine Aussage, dass seine Nachricht auf der Mailbox des Chefredakteurs der BILD-Zeitung sei &#8220;in einer au&szlig;ergew&ouml;hnlich emotional angespannten Situation&#8221; passiert, gibt mir doch sehr zu denken. Wenn ein Staatsoberhaupt in so einer Situation derartig ungen&uuml;gend reagiert, was passiert dann erst in einer echten Krise? Kann sich das deutsche Volk darauf verlassen, dass Herr Wulff dann k&uuml;hl, n&uuml;chtern und objektiv agiert? Ich bef&uuml;rchte: Nein.</p>
<p>Der kommende Micky Maus-Comic, so lustig und genial er auch ist, dokumiert, dass es (leider) keine Alternative zum R&uuml;cktritt unseres Bundespr&auml;sidenten mehr gibt. Christian Wulff hat es geschafft zu einer Lachnummer zu werden. Und daran ist er im wesentlichen selber Schuld, auch wenn BILD &#038; Co. keine wirklich r&uuml;hmliche Rolle in dieser Posse gespielt haben. H&auml;tte Herr Wulff von Anfang an mit offenen Karten gespielt, h&auml;tte diese Eskalation vermieden werden k&ouml;nnen. Und das ist wahrlich keine wirklich neue Erkenntnis. Aber eins kann Christian Wulff aber von sich behaupten: er ist der erste Bundespr&auml;sident, der es in die Micky Maus geschafft hat &#8230;
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		<title>Kommunalwahl Th&#252;ringen &#8211; scheinbar gibt es keine Verlierer</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20090613/kommunalwahl-thueringen-scheinbar-keine-verlierer/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 22:13:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl Thüringen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am letzten Wochenende fanden die Kommunalwahlen in Th&#252;ringen statt, die Ergebnisse sind ausgez&#228;hlt und die Wahlergebnisse scheinen auf den ersten Blick eindeutig zu dokumentieren, wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern geh&#246;rt. Rein mathematisch gesehen, ist das auch so: Quelle: TLS Th&#252;eringer Landesamt f&#252;r Statistik Wenn man die Kommentare der Landesvorsitzenden der Parteien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am letzten Wochenende fanden die Kommunalwahlen in Th&uuml;ringen statt, die Ergebnisse sind ausgez&auml;hlt und die Wahlergebnisse scheinen auf den ersten Blick eindeutig zu dokumentieren, wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern geh&ouml;rt. Rein mathematisch gesehen, ist das auch so:</p>
<p><img src="http://www.mea-opinio-est.de/uploads/2009/06/thueringen_kommunalwahl2009.png" alt="Ergebnis der Th&uuml;ringer Kommunalwahl 2009" title="thueringen_kommunalwahl2009" width="550" height="162" class="size-full wp-image-433" /><br />
Quelle: <a target="_blank" href="http://www.wahlen.thueringen.de/WahlSeite.asp">TLS Th&uuml;eringer Landesamt f&uuml;r Statistik</a></p>
<p>Wenn man die Kommentare der Landesvorsitzenden der Parteien h&ouml;rt, gab es scheinbar aber nur Gewinner:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Ergebnisse der Europawahl und der Kommunalwahl bilden eine gute Ausgangsposition und geben der Th&uuml;ringer Union R&uuml;ckenwind f&uuml;r die Landtagswahl.&#8221; Dieses Fazit zog der Landesvorsitzende, Ministerpr&auml;sident Dieter Althaus.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die vorl&auml;ufigen Ergebnisse der Europawahl wertet der Th&uuml;ringer Spitzenkandidat der Linken, Bodo Ramelow, als gute Ausgangsposition f&uuml;r die Landtagswahl am 30. August: &#8220;Wir haben unsere Werte stabilisiert und in Th&uuml;ringen wohl leicht nach oben geschoben&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>Der Sieger der Kommunalwahlen in Th&uuml;ringen sind die Sozialdemokraten. SPD-Landeschef Christoph Matschie: &#8220;Wir sind auf der &Uuml;berholspur&#8221;</p></blockquote>
<p>Ist das nun Realit&auml;tsferne und die Herren Althaus, Ramelow und Matschie glauben wirklich, was Sie das sagen? Oder meinen Sie, dass der W&auml;hler sich so offensichtlich t&auml;uschen l&auml;sst? Die <em>CDU</em> hat mit &uuml;ber 7% den st&auml;rksten Stimmenverlust aller Parteien in Th&uuml;ringen und ist ihrem angek&uuml;ndigten Ziel bei der Landtagswahl so weit entfernt wie noch nie: der Fortf&uuml;hrung der Alleinregierung. Mit 33,3% ist sie zwar weiterhin st&auml;rkste Kraft, aber der Abstand zu den anderen Parteien ist deutlich geringer geworden. Dieses Ergebnis bis Ende August wieder komplett umkehren zu k&ouml;nnen, erscheint mir wenig realistisch.</p>
<p>Die <em>SPD</em> konnte zwar Stimmenzuw&auml;chse vermelden, ist aber wie <em>Die Linke</em> mit rund 20% der W&auml;hlerstimmen auch nicht so stark, als dass sie sich wirklich als Wahlsieger verstehen k&ouml;nnte. Und die Ex-SED hat &#8211; zu meiner pers&ouml;nlichen Freude &#8211;  knapp 4% an Stimmen verloren. Luftschl&ouml;sser lassen sich eben auch nicht mehr so einfach <em>an die Frau oder den Mann bringen</em>. Obwohl oder vielleicht sogar gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise leere Versprechungen </p>
<p>Die wirklichen Gewinner der Wahlen sind die kleinen Parteien und insbesondere die <em>Sonstigen</em>. Die <em>FDP</em> und die <em>Gr&uuml;nen</em> haben zwar insgesamt &#8220;nur&#8221; um 2,7% bzw. 1,0% zugelegt, was aber nicht mit den Ergebnissen der <em>Grossen</em> Parteien vergleichbar ist, da man nicht fl&auml;chendeckend angetreten ist bzw. tlw. in B&uuml;ndnissen mit lokalen Gruppierungen. Mit 7,4% liegen die <em>Liberalen</em> aber im Gegensatz zu den <em>Gr&uuml;nen</em> trotzdem deutlich &uuml;ber 5%, womit die Chancen f&uuml;r einen Wiedereinzug in den Th&uuml;ringer Landtag Ende August sehr hoch sein d&uuml;rften. </p>
<p>Mit 13,8% haben die <em>Sonstigen</em> auch nochmal deutlich um 3,1% zulegen k&ouml;nnen, der Erfolg ist sogar noch viel gr&ouml;sser: </p>
<ul>
<li>14 der 21 haupt- und ehrenamtlichen B&uuml;rgermeister sowie 582 der 723 Ortsteil- und Ortschaftsb&uuml;rgermeistern werden von freien W&auml;hlergemeinschaften, B&uuml;rgerinitiativen und Wahlb&uuml;ndnissen gestellt.
</li>
<li>Bei den Gemeinderats-Wahlen haben die <em>Sonstigen</em> aber mit 37% das beste Ergebnis erzielt, gefolgt von der <em>CDU</em> mit 28%, <em>SPD</em> 14% und <em>Die Linke</em> mit ebenfalls 14% </li>
</ul>
<p>Damit werden sich die etablierten Parteien genauso intensiv auseinandersetzen m&uuml;ssen wie mit der Nichtw&auml;hlerquote von fast 50%. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Parteiensystem in Deutschland immer weniger Akzeptanz in der Bev&ouml;lkerung besitzt und das kann sich dann auch noch st&auml;rker auf die Landes- und Bundesebene auswirken. Patentrezepte wird es aber kaum geben, mit ehrlichen Aussagen &uuml;ber die eigenen Wahlergebnisse k&ouml;nnte man den ersten Schritt machen. Doch dazu sind die Herren Althaus, Matschie und Ramelow bisher nicht bereit. Schade!
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		<title>Th&#252;ringer Kommunalwahl 2009: Scheinkandidaturen</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20090602/thueringer-kommunalwahl-2009-scheinkandidaturen/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 13:42:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Scheinkandidaturen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am kommenden Wochenende d&#252;rfen die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger in Th&#252;ringen nicht nur ihre Stimme bei der Europawahl 2009 abgeben, auch die Kommunalparlamente werden wieder neu gew&#228;hlt. Und wenn man sich dieser Tage die Kandidatenlisten der einzelnen Parteien genauer ansieht, stellt man wie bei fr&#252;heren Wahlen fest, dass immer wieder B&#252;rgermeister und Landr&#228;te an prominenter Stelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am kommenden Wochenende d&uuml;rfen die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Th&uuml;ringen nicht nur ihre Stimme bei der Europawahl 2009 abgeben, auch die Kommunalparlamente werden wieder neu gew&auml;hlt. Und wenn man sich dieser Tage die Kandidatenlisten der einzelnen Parteien genauer ansieht, stellt man wie bei fr&uuml;heren Wahlen fest, dass immer wieder B&uuml;rgermeister und Landr&auml;te an prominenter Stelle zu finden sind, oftmals auf Listenplatz 1. Sei es Andreas Bausewein (SPD), Oberb&uuml;rgermeister in Erfurt, Benno Kaufhold (CDU), Landrat im Ilm-Kreis, oder Joachim G&uuml;nsel (SPD), B&uuml;rgermeister in Stadtilm, die Stadt, in der ich seit 1999 lebe.</p>
<p>F&uuml;r die meisten W&auml;hlerinnen und W&auml;hler scheint dies kein Problem darzustellen, gehen doch viele davon aus, dass der B&uuml;rgermeister oder der Landrat mitgew&auml;hlt wird. Doch dem ist nicht so, denn diese &Auml;mter werden in separaten Wahlen bestimmt. Sollten diese B&uuml;rgermeister und Landr&auml;te in die kommunalen Parlamente gew&auml;hlt werden, m&uuml;ssten Sie ihr Amt niederlegen, was aber so gut wie passiert. Rechtlich ist das nicht zu beanstanden, aber moralisch gesehen halte ich das f&uuml;r eine Unsitte, der dringend rechtlich begegnet werden m&uuml;sste. Denn diese Kandidaturen verf&auml;lschen oftmals die Wahlergebnisse. Durch den hohen Bekanntheitsgrad erhalten diese Kandidaten sehr hohe Stimmenanteile, wodurch andere Kandidaten der jeweiligen Partei mit teilweise geringsten Stimmen mit in den Stadtrat etc. &#8220;gezogen&#8221; werden. Kandidaten anderer Parteien, die pers&ouml;nlich mehr Stimmen gezogen haben, schaffen den Einzug aber nicht, weil deren Partei insgesamt weniger Stimmen bekommen hatte. Und gerade bei Kommunalwahlen werden i.d.R. Personen und nicht Parteien gew&auml;hlt. Der eigentliche B&uuml;rgerwille geht dabei dann verloren.</p>
<p>Auch wenn nahezu alle Parteien, die davon negativ betroffen sind, dagegen wettern (obwohl sie es wie die Erfurter CDU fr&uuml;her mit Manfred Ruge genauso praktiziert hatten!), im Th&uuml;ringer Landtag scheint man nicht bereit zu sein, hier eine Gesetzes&auml;nderung vorzunehmen, wie es in anderen Bundesl&auml;ndern bereits Gang und Gebe ist. Meiner Meinung nach darf ein B&uuml;rgermeister oder ein Landrat nur dann kandidieren d&uuml;rfen, wenn er bzw. sie vorher den R&uuml;cktritt vom bestehenden Amt erkl&auml;ren, sofern sie gew&auml;hlt werden. Damit d&uuml;rften sich nahezu alle dieser Scheinkandidaturen erledigt haben!</p>
<p>Es gibt aber auch positive beispiele, wie z.B. der Landrat Joachim Claus (CDU) in Nordhausen. Er verzichtet auf eine Kandidatur. Kein Einzelfall, aber leider immer noch die Ausnahme!
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		</item>
		<item>
		<title>Struwwelpeter soll aus den Kinderstuben verschwinden</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20090427/struwwelpeter-aus-kinderstuben-verschwinden/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 12:31:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Struwwelpeter]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche h&#246;rte ich w&#228;hrend einer Autofahrt im Radio, dass Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber, ihres Zeichens Psychoanalytikerin und Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt, den bekannten Struwwelpeter als f&#252;r Kinder ungeeignet ansieht. Diese sicherlich den meisten bekannte Geschichte stammt aus dem Jahr 1844 und ist Teil des Werkes Lustigen Geschichten und drolligen Bilder f&#252;r Kinder von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche h&ouml;rte ich w&auml;hrend einer Autofahrt im Radio, dass <em>Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber</em>, ihres Zeichens Psychoanalytikerin und Direktorin des <em>Sigmund-Freud-Instituts</em> in Frankfurt, den bekannten <strong>Struwwelpeter</strong> als f&uuml;r Kinder ungeeignet ansieht. Diese sicherlich den meisten bekannte Geschichte stammt aus dem Jahr 1844 und ist Teil des Werkes <em>Lustigen Geschichten und drolligen Bilder f&uuml;r Kinder von 3 bis 6 Jahren</em> des Frankfurter Psychiaters <em>Heinrich Hoffmann</em>, dessen Geburtstag sich dieses Jahr zum 200. Mal j&auml;hrt.</p>
<p>Per Internet-Suche habe ich dann den entsprechenden Artikel <a target="_blank" href="http://www.sfi-frankfurt.de/fileadmin/redakteure/pdf/Publikationen2009/Leuzinger-Bohleber__Forschung_Frankfurt_2009.pdf" title="Hei! Da schreit der Konrad sehr - Der Struwwelpeter: Eine Fundgrube unbewusster W&uuml;nsche und &Auml;ngste von Kindern." target="_blank">Hei! Da schreit der Konrad sehr &#8211; Der Struwwelpeter: Eine Fundgrube unbewusster W&uuml;nsche und &Auml;ngste von Kindern</a> aus der Zeitschrift <em>Forschung Frankfurt, Nr. 1 (2009)</em> gefunden. Hier ein Auszug aus dem Fazit des Artikels:</p>
<blockquote><p>Bilder wie die abgeschnittenen, blutenden Daumen stimulieren die archaische Qualit&auml;t der &Auml;ngste &uuml;berm&auml;&szlig;ig, statt sie zu bes&auml;nftigen. [...] Gerade weil sie zentrale unbewusste Fantasien und &Auml;ngste mobilisieren, werden die Kinder intensiv emotional angesprochen: Sie identifizieren sich mit den dargestellten Personen wie Konrad, Paulinchen, dem b&ouml;sen Friederich und dem Struwwelpeter. Die negativen, drastischen Folgen und Strafen, die die Bildfiguren erleben, wirken auf Anhieb und f&uuml;hren zu drastischen Straf&auml;ngsten, die das Kind dazu bringen, auf die verbotene Triebbefriedigung zu verzichten. Die Straf&auml;ngste haben eine archaische Qualit&auml;t: Sie k&ouml;nnen vom kindlichen Ich nicht ertragen und m&uuml;ssen daher ins Unbewusste verbannt werden [...] Angesichts der vielen wunderbaren Kinderb&uuml;cher, die uns heute zur Verf&uuml;gung stehen, um Kinder in ihrem Entwicklungsprozess zu unterst&uuml;tzen, ihre kindlich-archaischen Fantasien zu<br />
differenzieren, zu kultivieren und psychisch zu integrieren, ist zu w&uuml;nschen, dass der Struwwelpeter aus den heutigen Kinderstuben verschwindet und Erwachsenen und ihrem historischen Interesse vorbehalten bleibt.</p></blockquote>
<p>Ja, ich muss gestehen: auch ich habe mich als Kind bei diesen Geschichten unwohl sowie &auml;ngstlich gef&uuml;hlt und mir die Frage gestellt, ob meine Eltern das auch mit mir anstellen w&uuml;rden. Ob und wie ich mit meinen Eltern das Gespr&auml;ch hierzu gesucht habe, kann ich heute aber nicht mehr sagen. Ich weiss nur eins: geschadet haben diese Geschichten meiner Psyche nicht!</p>
<p>Ich halte diesen Wunsch von Frau Prof. Dr. Leuzinger-Bohleber, dass der Struwwelpeter aus den Kinderstuben verschwinden soll, einfach nur f&uuml;r unsinnig und vollkommen realit&auml;tsfern. Seit &uuml;ber 150 Jahren geh&ouml;rt diese Geschichte zu unserem Kulturgut, genauso wie die Grimms M&auml;rchen, in denen u.a. eine Hexe bei lebendigem Leib verbrannt wird. Sollten wir das dann nicht auch gleich noch verbieten? Sicherlich nicht. ich w&uuml;rde mich sogar dar&uuml;ber freuen, wenn mehr Kinder heutzutage mit diesem M&auml;rchen und Geschichten gross werden w&uuml;rden, anstelle von der heimischen Flimmerkiste mit Beitr&auml;gen ganz anderer Art &uuml;berflutet zu werden. </p>
<p>Und mich st&ouml;rt eines an dieser Publikation noch mehr: wurde diese etwa durch Steuergelder finanziert? Leider konnte ich das auf der Website des <em>Sigmund-Freud-Instituts</em> nicht in Erfahrung bringen. Nat&uuml;rlich bin ich grunds&auml;tzlich daf&uuml;r, dass Forschungsinstitute F&ouml;rdermittel aus den &ouml;ffentlichen T&ouml;pfen erh&auml;lt, aber nicht unbedingt f&uuml;r jede Art der Forschung. Muss man sich mit diesem Thema wirklich besch&auml;ftigen? Gibt es nicht wichtigere Themen im Bereich der Kindeserziehung? Ich glaube schon und daher hoffe ich, dass diese Diskussion ganz schnell dahin verschwindet, wo sie hingeh&ouml;rt: in der Versenkung!
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