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	<title>Mea Opinio Est - Meine Meinung ist ... &#187; Blogosphäre</title>
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	<description>Der Blog rund um Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Web, Leben mit persönlichen Meinungen von Frank-Andre Thies</description>
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		<title>Aktuelles zum Censilia-Internetzensurgesetz</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 16:18:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So wie Ursula von der Leyen letztes Jahr in der Blogosph&#228;re f&#252;r ihren Einsatz f&#252;r das umstrittene Internetzensurgesetz den Spitznamen Zensursula bekommen hatte, so hat es nun auch die EU-Kommissarin f&#252;r Inneres, Cecilia Malmstr&#246;m, erwischt: sie wird nun internetweit mit dem Begriff Censilia verbunden. Die von Ihr vorgestellten Richtlinie zur Bek&#228;mpfung des sexuellen Missbrauchs und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mea-opinio-est.de/uploads/2010/03/Censilia.jpg" alt="Aktuelles zum Censilia-Internetzensurgesetz" title="Censilia" width="150" height="210" class="alignright size-full wp-image-607" />So wie Ursula von der Leyen letztes Jahr in der Blogosph&auml;re f&uuml;r ihren Einsatz f&uuml;r das umstrittene Internetzensurgesetz den Spitznamen <em>Zensursula</em> bekommen hatte, so hat es nun auch die EU-Kommissarin f&uuml;r Inneres, Cecilia Malmstr&ouml;m, erwischt: sie wird nun internetweit mit dem Begriff <em>Censilia</em> verbunden. Die von Ihr vorgestellten <strong>Richtlinie zur Bek&auml;mpfung des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern sowie der Kinderpornografie</strong> der EU-Kommission beinhaltet in 26 Artikeln zwar viele nachvollziehbare und sinnvolle Regelungen, aber leider wird damit auch die Diskussion &uuml;ber Netzsperren neu gestartet und dabei nahezu dieselben Argumente der deutschen Sperrbef&uuml;rworter benutzt, die durchweg widerlegt worden!!! Hierzu sind heute zwei wirklich hervorragende und lesenswerte Artikel erschienen, die sich dem Thema sehr sachlich n&auml;hern und (erneut) darlegen, wie widersinnig die Argumente sind:</p>
<p>Da w&auml;re zun&auml;chste <strong>ZDNet.de</strong> mit dem Artikel <a target="_blank" href="http://www.zdnet.de/sicherheits_analysen_vorwand_kinderpornografie_eu_weites_zensurgesetz_droht_story-39001544-41529792-1.htm">Vorwand Kinderpornografie: EU-weites Zensurgesetz droht</a>, der sich intensiv mit den Inhalten und der Entstsehungsgeschichte der Initiative besch&auml;ftigt und zu folgendem Fazit kommt:</p>
<blockquote><p>Man darf nicht davon ausgehen, dass &#8220;Censilia&#8221; Malmstr&ouml;m die Websperren in guter Absicht vorschl&auml;gt. Dazu war sie auf der Pressekonferenz am Montag viel zu gut &uuml;ber die Diskussion in Deutschland informiert. [...] Dass die Meinungs- und Informationsfreiheit bei der Darstellung von Kinderpornografie im Internet aufh&ouml;rt und dass der Schutz der Menschenw&uuml;rde der missbrauchten Kinder Vorrang hat, ist auch unter den Sperrgegnern unumstritten. Das Problem liegt darin, dass die Sperren einerseits keine Wirkung zeigen und andererseits das sensible Thema Kinderpornografie dazu missbraucht wird, einen Vorwand zu liefern, europaweit eine Sperrinfrastruktur zu errichten. </p></blockquote>
<p>Auf <strong>SpiegelOnline</strong> kommentiert man die aktuelle Initiative nicht nur unter dem Motto <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,686562,00.html">Warum der Sperren-Streit Zeitverschwendung ist</a>, man f&uuml;hrt auch die sieben wichtigsten Argumente gegen Netzsperren auf wie z.B.:</p>
<blockquote><p>Der Gro&szlig;teil aller kinderpornografischen Inhalte, die weltweit vertrieben, getauscht, angesehen werden, stammt nicht von frei verf&uuml;gbaren Websites. P&auml;dophile bedienen sich in der Regel anderer, weniger offensichtlicher Kan&auml;le: Peer-to-Peer-Netzwerke, Chatrooms, geschlossene Foren. Oder sie nutzen den Postweg. Man hat es hier mit organisierter Kriminalit&auml;t zu tun. Der wird man nur Herr, wenn man sie mit polizeilichen Methoden bek&auml;mpft: Observation, Infiltration, Razzien. Dazu braucht man vor allem Ressourcen, Beamte, Zeit. Und den Willen, all das zu finanzieren.</p></blockquote>
<p>Wollen wir hoffen, dass diese Argumente nun auch europaweit dieselbe Wirkung zeigen wie letztes Jahr in Deutschland und dieser erneute Versuch, die B&uuml;rger f&uuml;r dumm zu verkaufen und &uuml;ber die Hintert&uuml;r eine Zensurstruktur zu installieren, ins Leere l&auml;uft.</p>
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		<title>EU will Internetsperren einf&#252;hren</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 21:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Monaten hatte die Diskussion zum Thema Internet-Sperrlisten gegen Kinderpornographie sowohl in der Politik wie in der Blogosph&#228;re zu heftigen Diskussionen gef&#252;hrt. Die von der Gro&#223;en Koalition noch beschlossenen Netzsperren wurden dann aber von der neuen CDU-FDP-Bundesregierung ausgesetzt. vernunft hatte sich durchgesetzt, Vernunft dar&#252;ber, dass mit Stoppschildern keine wirkungsvolle Kriminalitit&#228;tsbek&#228;mpfung erreicht werden kann. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Monaten hatte die Diskussion zum Thema <strong>Internet-Sperrlisten gegen Kinderpornographie</strong> sowohl in der Politik wie in der Blogosph&auml;re zu heftigen Diskussionen gef&uuml;hrt. Die von der Gro&szlig;en Koalition noch beschlossenen Netzsperren wurden dann aber von der neuen CDU-FDP-Bundesregierung ausgesetzt. vernunft hatte sich durchgesetzt, Vernunft dar&uuml;ber, dass mit Stoppschildern keine wirkungsvolle Kriminalitit&auml;tsbek&auml;mpfung erreicht werden kann. Wer T&uuml;cher &uuml;ber Opfer ausbreitet und denkt, dass damit der T&auml;ter bestraft wird, hat zu kurz gedacht. <strong>L&ouml;schen statt Sperren</strong> war die Gegenforderung gewesen, eine Forderung, die die Bundesregierung nun in den Fokus stellen wollte. Doch leider sieht es aktuell so aus, als wenn es ganz anders kommen w&uuml;rde!</p>
<p>Die Europ&auml;ische Kommission unter Leitung der EU-Innenkommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m will <a target="_blank" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-will-Websperren-einfuehren-965666.html">alle EU-Staaten verpflichten, den Zugang zu kinderpornografischen Webseiten zu blockieren</a>. </p>
<blockquote><p>Die geplanten Websperren sind Teil einer umfassenden Richtlinie zum Kinderschutz, die mit den dunklen Ecken des Internets und den kriminellen Bildern von Kindesmissbrauch aufr&auml;umen soll. [...] Sollte die neue EU-Richtlinie Realit&auml;t werden, entst&uuml;nde in Deutschland eine paradoxe Situation: Die Bundesregierung m&uuml;sste genau die Websperren einf&uuml;hren, die sie gerade ausgesetzt hat, um stattdessen ein L&ouml;schgesetz zu forcieren.</p></blockquote>
<p>Auch wenn die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) diesn EU-Vorstoss ablehnt, gibt es doch wieder eine Reihe von Bef&uuml;rwortern der Netzsperren. Besonders die beiden folgenden Blog-Beitr&auml;ge haben mich masslos ge&auml;rgert:</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.wdr.de/radio/wdr2/moma/552300.phtml">WDR2: Internetsperren f&uuml;r Kinderpornografie / Autorin: Katrin Brand</a></p>
<blockquote><p>Wenn alle sie darin unterst&uuml;tzen, auch die z&ouml;gerliche Bundesregierung. Sie will die Seiten lieber l&ouml;schen lassen, statt sie zu sperren, weil Sperren sich umgehen lassen. Das stimmt. [...] Sperren hat auch nichts mit Zensur oder Eingriff in die Meinungsfreiheit zu tun. Kinderpornographie ist nie, unter keinen Umst&auml;nden eine Meinung, sondern immer ein Verbrechen.</p></blockquote>
<p><a target="_blank" href="http://blog.zdf.de/zdfdasblog/2010/03/hochste-zeit-fur-netzsperren-g.html">Kennzeichen Digital &#8211; Das BlogInternet: H&ouml;chste Zeit f&uuml;r Netzsperren gegen Kinderpornos</a></p>
<blockquote><p>Wir haben lange genug gewartet. Auch Deutschland konnte sich bei dem „Kinderpornografie-Gesetz&#8221;, das letztes Jahr verabschiedet wurde, nicht auf konkrete weitgehende Ma&szlig;nahmen gegen P&auml;dophilie und Kinderpornografie im Netz durchringen, hatte die Internetsperren sogar abgelehnt. Das ist ein Skandal.[...] Gegner der Internetsperren bef&uuml;rchten eine weitergehende Zensur im Netz. Die EU-Kommission machte aber deutlich, dass es ihr nur um den Kampf gegen Kinderpornografie und den Schutz der Kinder gehe. Deutschland kann sich nicht weiter auf dem Recht auf freie Meinungs&auml;u&szlig;erung ausruhen. </p></blockquote>
<p>Scheinbar scheinen alle konstruktiven Diskussionen bei einigen Vertretern der Medien nicht angekommen zu sein:</p>
<ol>
<li>Niemand setzt Kinderpornographie mit freier Meinungs&auml;u&szlig;erung gleich!!!!</li>
<li>Wer Kinderpornographie im Internet bek&auml;mpfen will, muss die entsprechenden Seiten komplett l&ouml;schen lassen und diejenigen strafrechtlich verfolgen, die diese Seiten eingestellt haben. Wer Stoppschilder fordert, forciert das Wegsehen!</li>
<li>Wenn erstmal Netzsperren technisch umgesetzt sind, k&ouml;nne diese leicht f&uuml;r weitere Zensurma&szlig;nahmen eingesetzt werden. Und das ist die grosse Gefahr, die in der Internet-Community gesehen wird.</li>
</ol>
<p>Auch wenn die EU-Kommission aktuell ausschliesslich die bek&auml;mpfung der Kinderpronographie im Auge hat, so l&auml;&szlig;t sich der Adressatenkreis ganz schnell anpassen. Das zeigen Forderungen der Kommission f&uuml;r Jugendmedienschutz (KJM) im vergangenen Jahr, das bundesdeutsche Gesetz f&uuml;r Zugangssperren im Internet auch auf unzul&auml;ssige und jugendgef&auml;hrdende Inhalte auszuweiten. Solche und &auml;hnliche Forderungen werden der EU-Kommission schnell gestellt werden, davon ist auszugehen. Und &#8211; man kann es wohl nicht oft genug sagen &#8211; das Grundthema bleibt f&uuml;r viele: <strong>L&ouml;schen statt Sperren !!!</strong>Damit wird die Kinderpornographie im Internet einged&auml;mmt. Nur ist dieser Weg schwieriger und arbeitsintensiver &#8211; zu arbeitsintensiv f&uuml;r unsere EU-Politiker???</p>
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		<title>Kommt eine Ausweitung der Internet-Sperrlisten?</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20090804/ausweitung-internet-sperrlisten/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 21:58:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit der Einf&#252;hrung der Internet-Sperrlisten nicht nur die Sperrung von kinderpornographischen Seiten plant, war von nicht wenigen Kritikern bef&#252;rchtet worden. In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt hat Zensursula nun erg&#228;nzende &#220;berlegungen angestellt:
Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder. Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit der Einf&uuml;hrung der Internet-Sperrlisten nicht nur die Sperrung von kinderpornographischen Seiten plant, war von nicht wenigen Kritikern bef&uuml;rchtet worden. In einem <a target="_blank" href="http://www.abendblatt.de/politik/article1120772/Kampf-gegen-Schmutz-im-Internet-wird-verschaerft.html" title="Hamburger Abendblatt: Kampf gegen Schmutz im Internet wird versch&auml;rft">Interview mit dem Hamburger Abendblatt</a> hat <em>Zensursula</em> nun erg&auml;nzende &Uuml;berlegungen angestellt:</p>
<blockquote><p>Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder. Doch wir werden weiter Diskussionen f&uuml;hren, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenw&uuml;rde im Internet im richtigen Ma&szlig; erhalten. Sonst droht das gro&szlig;artige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betr&uuml;gen kann.</p></blockquote>
<p>Erneut behauptet Frau von der Leyer, dass das Internet ein rechtsfreier Raum w&auml;re und dokumentiert damit ihre Unwissenheit und fehlende Kompetenz. Besser als der Strafverteidiger Udo Vetter im <a target="_blank" href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/08/02/die-meinungsfreiheit-als-sondermull/" title="Lawblog: Die Meinungsfreiheit als Sonderm&uuml;ll">Lawblog</a> kann man es wirklich nicht kommentieren:</p>
<blockquote><p>Mobben, beleidigen, betr&uuml;gen. All das kann man im Internet tun. Genau so, wie man es im wirklichen Leben tun kann, zum Beispiel Angesicht zu Angesicht, per Brief, Fax oder Telefon. Aber egal, wie man es macht – es ist strafbar und wird verfolgt. Auch im Internet. </p></blockquote>
<p>Aber auch die Kommission f&uuml;r Jugendmedienschutz (KJM) Versch&auml;rfung der Gesetze auf Zugangssperren im Internet, wie man bei <a target="_blank" href="http://www.heise.de/newsticker/KJM-draengt-Provider-zu-freiwilligen-Internetsperren--/meldung/142972" title="Heise.de: KJM dr&auml;ngt Provider zu freiwilligen Internetsperren">Heise.de</a> lesen kann:</p>
<blockquote><p>Die Kommission f&uuml;r Jugendmedienschutz (KJM) will sich f&uuml;r eine Versch&auml;rfung der Gesetze in Richtung auf Zugangssperren im Internet einsetzen, wenn Internet Service Provider (ISP) nicht freiwillig &#8220;unzul&auml;ssige und jugendgef&auml;hrdende Inhalte&#8221; sperren. [...] Darin lie&szlig;e sich etwa die M&ouml;glichkeit schaffen, dass die Beh&ouml;rde die Provider direkt in die Pflicht nimmt, ohne zuerst den eigentlichen Inhalteanbieter abzumahnen. </p></blockquote>
<p>Wie weit wird also die Netzzensur noch gehen? Welche Inhalte sollen als n&auml;chstes gesperrt werden. Verbote anstelle Sachdiskussionen &#8211; kommt nach Web 2.0 nun Zensur 3.0?</p>
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		</item>
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		<title>Bundestag beschliesst Zensursula-Gesetz</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20090619/bundestag-beschliesst-zensursula-gesetz/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 09:05:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Danke&#8221; an die 389 Abgeordneten, die gestern bei der Abstimmung zum Gesetz &#252;ber die Einrichtung von Internet-Sperren f&#252;r den Gesetzesentwurf von Ursula &#8220;Zensursula&#8221; von der Leyen gestimmt haben und damit sowohl einen der wichtigsten Artikel im Grundgesetz, den Artikel 5 zum Thema Meinungsfreiheit, und andererseits eines elementaren Prinzipien einer Demokratie, die Gewaltenteilung, unterlaufen haben! Wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Danke&#8221; an die 389 Abgeordneten, die gestern bei der Abstimmung zum Gesetz &uuml;ber die Einrichtung von Internet-Sperren f&uuml;r den Gesetzesentwurf von Ursula &#8220;Zensursula&#8221; von der Leyen gestimmt haben und damit sowohl einen der wichtigsten Artikel im Grundgesetz, den Artikel 5 zum Thema Meinungsfreiheit, und andererseits eines elementaren Prinzipien einer Demokratie, die Gewaltenteilung, unterlaufen haben! Wie man bei <a target="_blank" href="http://www.abgeordnetenwatch.de/internet_sperren-636-180----abst_ja.html" title="abgeordnetenwatch.de: Bundestag: Abstimmungen: Internet-Sperren">abgeordnetenwatch.de</a> nachlesen kann, haben bei der CDU/CSU-Fraktion bis auf einen Abgeordneten alle Anwesenden zugestimmt und auch bei der SPD gab es gerade mal 3 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen. Und das obwohl selbst der <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,631133,00.html" title="Spiegel.de: SPD-Rebellen protestieren gegen Internet-Sperre">Online-Beirat der SPD &ouml;ffentlich Widerstand gegen das Gesetz</a> ge&auml;u&szlig;ert hat. <strong>134.014 Unterschriften f&uuml;r die ePetition &#8211; Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009</strong> haben genausowenig ausgereicht wie die Bedenken von Fachleuten und dem Bundesdatenschutzbeauftragten, die auf die m&ouml;glichen und dann gravierenden Auswirkungen dieses Gesetzes hingewiesen haben. <em>Populismus statt Intelligenz &#8211; das hat gesiegt!</em></p>
<p>Interessant finde ich auch, dass sich bei den <em>Gr&uuml;nen</em> ein Drittel der anwesenden Abgeordneten nur enhalten haben. Lediglich die <em>FDP</em> und die <em>Linken</em> haben durchweg gegen das Gesetz gestimmt. F&uuml;r die <em>Liberalen</em> werte ich das als Besinnung auf die alten Traditionen als B&uuml;rgerrechts-Partei, was mich pers&ouml;nlich sehr freut. Das Abstimmungsergebnis der <em>Linken</em> nehme ich nicht ernst. Erstens ist die Linke <del datetime="2009-06-20T13:31:05+00:00">immer</del> in der Regel grunds&auml;tzlich gegen alles im Bundestag und zweitens darf man nicht vergessen, dass die <em>Linke</em> die offizielle Nachfolgepartei der <em>SED</em> ist, die es definitiv geschaffte hatte, mit der Stasi das Thema Zensur zu perfektionieren! </p>
<p>Mit diesem Gesetz zu den Internet-Sperrlisten wurde der Aufbau einer umfassenden Zensur-Infrastruktur legitimiert, womit wir uns als Deutschland in Partnerschaft zu Staaten wie  China, Iran und Nord-Korea befinden, die unsere Regierung u.a. wegen der dort stattfindenden Zensur immer wieder kritisiert haben. Wer glaubt, dass diese Zensurbef&uuml;rchtungen &uuml;berzogen sind, wurde schnell eines besseren belehrt: wenige Stunden nach der Abstimmung hat der baden-w&uuml;rttembergische CDU-Generalsekret&auml;r Thomas Strobl seine Forderung wiederholt, dass <a target="_blank" href="http://www.welt.de/politik/article3953555/CDU-Politiker-will-auch-Ballerspiele-im-Netz-sperren.html" title="welt.de: CDU-Politiker will auch Ballerspiele im Netz sperren">&uuml;ber die Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet hinausgangen werden muss und hat auch die Sperrung von gewaltt&auml;tigen Computerspielen gefordert</a>. OK, von dem Schwiegersohn von Herrn Sch&auml;uble habe ich keine anderen Ansichten erwartet, aber ob dies eine Einzelmeinung ist, bleibt abzuwarten. Da der Damm erstmal gebrochen ist, wird es schnell weitere Forderungen geben. Warten wir mal ab, welche Seiten auf den Sperrlisten stehen, wenn diese erstmal durch einen gl&uuml;cklichen Umstand bekannt werden.</p>
<p>Vorerst bleibt nur eins:</p>
<p><img src="http://www.mea-opinio-est.de/uploads/2009/06/rip5small.png" alt="R.I.P Artikel 5 GG" title="R.I.P Artikel 5 GG" width="550" height="778" class="aligncenter size-full wp-image-448" /><br />
Danke an <a target="_blank" href="http://rz.koepke.net/">Reizzentrum</a> f&uuml;r diese gelungene Traueranzeige und an <a target="_blank" href="http://blog.gr4yweb.de/2009/06/r-i-p-artikel-5-gg/">gr4ys blog</a> f&uuml;r das Wordpress-Plugin <em>Trauer</em> mit der R.I.P.-Grafik oben rechts!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Klage gegen Du bist Terrorist angewendet</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20090525/klage-gegen-du-bist-terrorist-angewendet/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 12:08:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[Du bist Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Du bist Terrorist]]></category>
		<category><![CDATA[KemperTrautmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Wochenende bereits gab es zu der angedrohten Abmahnung von Du bist Terrorist ein kl&#228;rendes Telefonat zwischen Alexander Lehmann und der Agentur KemperTrautmann, die hinter dem Projekt Du bist Deutschland steckt. Im Ergebnis konnte die Abmahnung abgewendet und ein einvernehmliche und aus meiner Sicht gute L&#246;sung gefunden werden:
L&#246;sung im Dialog: &#8220;Du bist Deutschland&#8221; geht nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende bereits gab es zu der angedrohten Abmahnung von <strong>Du bist Terrorist</strong> ein kl&auml;rendes Telefonat zwischen <em>Alexander Lehmann</em> und der Agentur <em>KemperTrautmann</em>, die hinter dem Projekt <strong>Du bist Deutschland</strong> steckt. Im Ergebnis konnte die <a target="_blank" href="http://alexanderlehmann.blogspot.com/2009/05/drohende-klage.html">Abmahnung abgewendet und ein einvernehmliche und aus meiner Sicht gute L&ouml;sung</a> gefunden werden:</p>
<blockquote><p>L&ouml;sung im Dialog: &#8220;Du bist Deutschland&#8221; geht nicht gegen &#8220;Du Bist Terrorist&#8221; vor, Pers&ouml;nlichkeitsrechte der abgebildeten Kinder bleiben gewahrt</p>
<p>Heute hat sich im Netz eine Diskussion um die Website <a target="_blank" href="http://www.dubistterrorist.de/" target="_blank">www.DubistTerrorist.de</a> entwickelt, die im wesentlichen auf Missverst&auml;ndnissen beruhte. Michael Trautmann, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von kempertrautmann, und Alexander Lehmann, Initiator der Seite <a target="_blank" href="http://www.dubistterrorist.de/" target="_blank">www.DubistTerrorist.de</a> haben miteinander telefoniert und die Angelegenheit g&uuml;tlich gekl&auml;rt. Das Ergebnis: &#8220;Du bist Deutschland&#8221; wird nicht gegen Nutzung der Domain <a target="_blank" href="http://www.dubistterrorist.de/" target="_blank">www.DubistTerrorist.de</a> vorgehen. Adaptionen und Satiren der Kampagne hat es immer gegeben, und die Verwendung von &#8220;Du bist&#8230;&#8221; ist allgemein auch nicht gesch&uuml;tzt.</p>
<p>Anders steht es um die Pers&ouml;nlichkeitsrechte der Kinder, die auf den Motiven der Kampagne &#8220;Du bist Deutschland&#8221; abgebildet sind. Sie gilt es im Rahmen der F&uuml;rsorgepflicht zu sch&uuml;tzen; die Eltern der Kinder haben der Nutzung auch nur im Rahmen der Kampagne zugestimmt. Alexander Lehmann versprach daher, die Kinderbilder der Kampagne kurzfristig von seiner Website zu entfernen. um die Pers&ouml;nlichkeitrechte der Kinder zu wahren.</p>
<p>Inhalte von www.DubistTerrorist.de wurden im Telefonat nicht thematisiert, &#8221; Du bist Deutschland&#8221; bezieht hierzu keine Stellung.</p></blockquote>
<p>Es freut mich sehr, dass hier mittels eines Gespr&auml;ches und nicht &uuml;ber die Anw&auml;lte ein konstruktives Ergebnis erreicht werden konnte.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Du bist Terrorist wird abgemahnt</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20090523/du-bist-terrorist-abgemahnt/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 12:14:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Designstudent Alexander Lehmann hat im Rahmen seiner Uni-Abschlussarbeit ein bissiges Video unter dem Titel Du bist Terrorist erstellt und im Internet ver&#246;ffentlicht. Inhalt des Videos ist eine Art Persiflage der Kampagne Du bist Deutschland aus dem Jahr 2005, in welchem dargelegt wird, warum in Deutschland 82 Millionen potentiellen Terroristen leben:

Handy-, eMail- und Internet&#252;berwachung sowie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Designstudent <em>Alexander Lehmann</em> hat im Rahmen seiner Uni-Abschlussarbeit ein bissiges Video unter dem Titel <strong>Du bist Terrorist</strong> erstellt und im Internet ver&ouml;ffentlicht. Inhalt des Videos ist eine Art Persiflage der Kampagne <em>Du bist Deutschland</em> aus dem Jahr 2005, in welchem dargelegt wird, warum in Deutschland 82 Millionen potentiellen Terroristen leben:</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/SGD2q2vewzQ&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/SGD2q2vewzQ&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="530" height="330"></embed></object></p>
<p>Handy-, eMail- und Internet&uuml;berwachung sowie der Bundestrojaner werden in dem Video u.a. als Beispiel herangezogen, bei denen der Gesetzgeber in den letzten Jahren &#8211; immer mit wohlbedachten Begr&uuml;ndungen &#8211; die Privatsph&auml;re eingeschr&auml;nkt. Alexander Lehmann kommt zu dem &#8211; sicherlich nicht 100%ig realit&auml;tsnahen, aber konsequenten &#8211; Ergebnis, dass wir Bundesb&uuml;rger alle Terroristen sein m&uuml;ssen, wenn wir derartig &uuml;berpr&uuml;ft werden. </p>
<p>Mit dieser Aktion trifft er dementsprechend wunde Punkte, insbesondere aber &#8211; etwas &uuml;berraschend &#8211; bei der Agentur <strong>KemperTrautmann</strong>, die hinter der Kampagne <em>Du bist Deutschland</em> steckt und nun die Abmahnung der Aktion angek&uuml;ndigt hat. Konkret geht es darum:</p>
<blockquote><p>jegliche Bez&uuml;ge zur <em>Du bist Deutschland</em> &#8211; Kampagne zu entfernen und die Adresse <a target="_blank" href="http://dubistterrorist.de/" title="DuBistTerrorist.de">DuBistTerrorist.de</a> nicht mehr zu verwenden. Er [Alexander Lehmann, Anm. d. R.] hat drei Tage Zeit, alles wie gew&uuml;nscht zu entfernen. Als Begr&uuml;ndung wird das Markenrecht an <em>Du bist Deutschland</em> genannt. </p></blockquote>
<p>Offen gestanden verstehe ich weder, warum nur durch den gleichen Textbeginn <em>Du bist</em> ein Markenrecht tangiert werden kann, noch, warum ausgerechnet eine Agentur, die mit ihrer damaligen Aktion f&uuml;r mehr Offenheit und Diskussionen sorgen wollte, nun selber eine &auml;hnliche Aktion torpedieren will. Am 60. Jahrestag des Grundgesetzes in Deutschland ist das bittere Ironie und zeigt, wie perfide und arrogant unsere Gesellschaft inzwischen geworden ist. Schade &#8211; ich hoffe, dass KemperTrautmann diese Abmahnung nicht durchzieht, sondern erkennt, dass das ein Bumerang werden k&ouml;nnte.</p>
<p>Via: <a target="_blank" href="http://netzpolitik.org/2009/du-wirst-abgemahnt-de/" title="Du wirst abgemahnt de?">Netzpolitik.org</a></p>
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		<title>&#220;ber 90% sind gegen Internetsperrlisten</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 18:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es zeigt sich mal wieder, dass das Ergebnis einer Umfrage sehr stark von der Art der Fragestellung abh&#228;ngt. Nachdem die Deutsche Kinderhilfe eine sehr manipulative Fragestellung verwendet hatte (Sind Sie f&#252;r ein Gesetz zur Sperrung kinderpornographischer Seiten im Internet oder dagegen?), woraufhin 92% der Befragten bekanntermassen sich f&#252;r die Sperrung ausgeprochen hatte, liegt nun ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es zeigt sich mal wieder, dass das Ergebnis einer Umfrage sehr stark von der Art der Fragestellung abh&auml;ngt. Nachdem die Deutsche Kinderhilfe eine sehr manipulative Fragestellung verwendet hatte (<em>Sind Sie f&uuml;r ein Gesetz zur Sperrung kinderpornographischer Seiten im Internet oder dagegen?</em>), woraufhin 92% der Befragten bekanntermassen sich f&uuml;r die Sperrung ausgeprochen hatte, liegt nun ein komplett anderes Umfrageergebnis vor. Der Verein <a target="_blank" href="http://mogis.wordpress.com/2009/05/17/wir-machen-jetzt-unsere-eigene-umfrage/" title="Mogis – Missbrauchsopfer gegen Internetsperren">Mogis – Missbrauchsopfer gegen Internetsperren</a> hat ebenfalls bei Infratest eine durch Spenden finanzierte Umfrage in Auftrag gegeben. Und hier war die Fragestellung weitaus konkreter, wie man bei <a target="_blank" href="http://www.zeit.de/online/2009/22/netzsperren-umfrage" title="Netzsperren<br />
Mehr als 90 Prozent gegen Sperrungen im Internet">Zeit.de</a> nachlesen kann:</p>
<blockquote><p>Mogis nun lie&szlig; Infratest fragen, ob man folgender Aussage zustimme oder sie ablehne: &#8220;Der Zugang zu Internetseiten mit Kinderpornographie sollte durch eine Sperre erschwert werden, das reicht aus, auch wenn die Seiten selbst dann noch vorhanden und f&uuml;r jedermann erreichbar sind.&#8221; [...] Nur f&uuml;nf Prozent der insgesamt 1000 Befragten sind f&uuml;r eine solche L&ouml;sung, mehr als 90 Prozent also lehnen Netzsperren ab. [...] N&auml;chste Frage Mogis: &#8220;Internetseiten mit Kinderpornographie sollten konsequent gel&ouml;scht und die Betreiber strafrechtlich verfolgt werden.&#8221; Zustimmende Urteile kamen von 92 Prozent. </p></blockquote>
<p>Wollen wir also hoffen, dass auch &uuml;ber diese Umfrage so zahlreich in den Medien berichtet wird und immer mehr B&uuml;rgern klar wird, dass der geplante Gesetzentwurf alles andere als sinnvoll ist! Keine Stoppschilder, sondern konsequentes Vorgehen gegen die T&auml;ter, dass mus das Ziel sein. <strong>Handeln statt Wegschauen! L&ouml;schen statt Sperren!</strong> &#8211; so lautet das Motto von Mogis, dem sollte sich auch die Bundesregierung anschliessen.</p>
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		<title>Internet-Sperrlisten: angeblich eindeutiges Umfrageergebnis</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 20:43:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
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		<description><![CDATA[92% der Deutschen sind laut einer repr&#228;sentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag der Deutschen Kinderhilfe f&#252;r die Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet, was Georg Ehrmann, Vorsitzender der Organisation wie folgt kommentiert:
Das Ergebnis der Umfrage best&#228;tigt meinen Eindruck, dass es sich bei den Unterschreibern der Online-Petition um Internetliebhaber, Blogger, im Grunde also um eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>92% der Deutschen sind laut einer repr&auml;sentativen <a target="_blank" href="http://www.welt.de/webwelt/article3751880/92-Prozent-der-Deutschen-fuer-Kinderporno-Sperre.html" title="Welt.de: 92 Prozent der Deutschen f&uuml;r Kinderporno-Sperre">Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag der Deutschen Kinderhilfe</a> f&uuml;r die Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet, was <strong>Georg Ehrmann</strong>, Vorsitzender der Organisation wie folgt kommentiert:</p>
<blockquote><p>Das Ergebnis der Umfrage best&auml;tigt meinen Eindruck, dass es sich bei den Unterschreibern der Online-Petition um Internetliebhaber, Blogger, im Grunde also um eine Minderheit handelt wenn auch eine gut organisierte.</p></blockquote>
<p>Mich &uuml;berrascht das Ergebnis der Umfrage gar nicht, auch wenn ich bisher die genaue Fragestellung der Umfrage nirgendwo im Web gefunden habe. Aber die Frage, ob man f&uuml;r Internet-Sperren von kinderpornografischen Internet-Seiten ist, d&uuml;rfte vom Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung mit der L&ouml;schung der entsprechenden Website gleichgesetzt werden. Und ohne Detailkenntnisse der genauen Hintergr&uuml;nde h&auml;tte ich bei einer entsprechende Umfrage wohl auch die Frage bejaht. Und genau das ist es eben, was diese Minderheit der Teilnehmer an der Online-Petition unterscheidet: sie kennen die Details, sie kennen die Gefahren und sie wissen, dass eine Sperrung nichts mit einer L&ouml;schung der Inhalte zu tun hat!</p>
<p>Aber diese offenkundig populistische Vorgehensweise passt eindeutig zum Profil der Deutschen Kinderhilfe, wie <em>Stefan Niggemeier</em> in seinem Artikel <a target="_blank" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/die-demagogie-der-deutschen-kinderhilfe/" title="Die Demagogie der Deutschen Kinderhilfe">Die Demagogie der Deutschen Kinderhilfe</a> zusammengetragen hat. Und erg&auml;nzend dazu sollte man auch den Artikel <a target="_blank" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30290/1.html" title="Die religi&ouml;se H&auml;rte hinter dem L&auml;cheln - Familienministerin von der Leyen und ihre Verbindungen">Die religi&ouml;se H&auml;rte hinter dem L&auml;cheln &#8211; Familienministerin von der Leyen und ihre Verbindungen</a> auf <em>Telepolis</em> gelesen haben. Es ist erschreckend, wie hier mit offenkundiger Desinformation und nicht bewiesenem Zahlenmaterial versucht wird, Meinungsmache zu betreiben. Wie w&uuml;rde wohl das Ergebnis einer Umfrage mit der Fragestellung <em>Verdienen Politiker in Deutschland zuviel?</em> ausfallen? Sicherlich auch offenkundig eindeutig.</p>
<p>Ich bewundere die 7% der Befragten zur Sperrung kinderpornografischer Seiten, die sich gegen diese Sperren ausgesprochen haben. Da man nicht davon ausgehen kann, dass es sich hierbei um <em>Konsumenten</em> handelt, mu&szlig; es sich somit um Mitb&uuml;rgerinnen und Mitb&uuml;rger handelt, die die Diskussion rund um das Thema DNS-Sperren mitbekommen haben und wissen, was hier geplant ist. Dass zeigt mir, wie wichtig es bleibt, Aufkl&auml;rungsarbeit zu leisten und m&ouml;glichst objektive Diskussionen zu f&uuml;hren. Je st&auml;rker die Details auch in den Printmedien bekannt gemacht werden, desto geringer wird auch der Anteil der Bef&uuml;rw&ouml;rter werden. Die Opposition hat das schon erkannt, wie u.a. ein Ergebnis des FDP-Bundesparteitages zeigt, auf dem die <a target="_blank" href="http://blog.thomasmoehle.de/2009/05/fdp-bundesparteitag-in-hannover-liberale-gegen-internetzensur/" title="FDP Bundesparteitag in Hannover - Liberale gegen Internetzensur">Delegierten der FDP mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit gegen die geplante Internetzensur gestimmt haben</a>.</p>
<p>Zensur ist eine gef&auml;hrliche Waffe. Und diese darf nur dann benutzt werden, wenn es wirklich keine andere Alternative gibt. Und genau hier setzen beim Thema <strong>Internet-Sperrlisten</strong> nunmal die berechtigten Kritiken an. Sperren ist nicht l&ouml;schen und die Verbreitung von Kinderpornographie ist auch im Internet eine Straftat. Und diese Straftaten geh&ouml;ren mit der gesamten H&auml;rte eines Rechtsstaates verfolgt! Keiner w&uuml;rde auf die Idee kommen, dass nach einem Mord der Tatort mit einer Plane samt Stopp-Schild abgedeckt wird und niemand nach dem M&ouml;rder sucht. Oder?</p>
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		<title>Erkl&#228;rung von Eltern aus IT-Berufen zu Internetsperren ver&#246;ffentlicht</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20090514/internetsperren-erklaerung-eltern-it-berufen-veroeffentlicht/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 19:25:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Hamburger IT-Unternehmer Hanno Zulla (liebe Gr&#252;sse in meine Geburtstadt!) hat eine Erkl&#228;rung von Eltern aus IT-Berufen zu Internetsperren ver&#246;ffentlicht, die &#8211; wie der Name schon sagt &#8211; von 420 Eltern unterzeichnet wurde, die in der IT-Branche arbeiten, und die sich ebenfalls kritisch mit der aktuellen Diskussion rund um das geplante Gesetz zur DNS-Blockade auseinandersetzt:
&#220;ber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hamburger IT-Unternehmer Hanno Zulla (liebe Gr&uuml;sse in meine Geburtstadt!) hat eine <a target="_blank" href="http://www.hanno.de/blog/2009/erklarung-von-eltern-aus-it-berufen-zu-internetsperren/" title="Erkl&auml;rung von Eltern aus IT-Berufen zu Internetsperren">Erkl&auml;rung von Eltern aus IT-Berufen zu Internetsperren</a> ver&ouml;ffentlicht, die &#8211; wie der Name schon sagt &#8211; von 420 Eltern unterzeichnet wurde, die in der IT-Branche arbeiten, und die sich ebenfalls kritisch mit der aktuellen Diskussion rund um das geplante Gesetz zur DNS-Blockade auseinandersetzt:</p>
<blockquote><p><strong>&Uuml;ber 420 Familien von Internet-Fachleuten unterst&uuml;tzen ePetition gegen Internetsperren und fordern Sach- statt Symbolpolitik.</strong></p>
<p>Die Unterzeichner dieser Erkl&auml;rung sind Eltern, die in Deutschland in Fachberufen der Informationstechnologie arbeiten: Software-Entwickler, System-Administratoren, promovierte Informatiker, Mathematiker und Physiker, Wissenschaftler, Professoren, Selbstst&auml;ndige, Angestellte, Beamte, etc.</p>
<p>Die Bundesregierung forciert derzeit die Einf&uuml;hrung von so genannten Internetsperren als vermeintlich effektive Ma&szlig;nahme gegen Kinderpornographie. Als Internet-Experten widersprechen wir diesem Plan und erkl&auml;ren hierzu:</p>
<ul>
<li><strong>Wir fordern eine sachliche Diskussion</strong><br />
Unterst&uuml;tzer der Petition gegen Internetsperren sind <em>keine</em> Bef&uuml;rworter der Verbreitung von Kinderpornographie. Im Gegensatz zu dieser unsachlichen und b&ouml;sartigen Unterstellung w&uuml;nschen sie sich <em>wirksame</em> Ma&szlig;nahmen gegen Kindesmissbrauch und Internetkriminalit&auml;t.</p>
</li>
<li><strong>Wir fordern eine ehrliche Diskussion</strong><br />
Die vom Familien- und Wirtschaftsministerium wiederholt benutzten Argumente basieren auf einer fahrl&auml;ssig verzerrten Darstellung. Weder die Aussagen &uuml;ber gestiegene Fallzahlen noch die genannte Zahl der Seitenabrufe noch die behauptete Existenz einer kommerziellen Kinderpornoindustrie halten einer inhaltlichen &Uuml;berpr&uuml;fung stand.</p>
</li>
<li><strong>Eine technische Ma&szlig;nahme ist ungeeignet zur L&ouml;sung eines gesellschaftlichen Problems</strong><br />
Wer auf einer Pressekonferenz effektvoll ein &#8220;Stoppschild im Netz&#8221; in die Kameras h&auml;lt, tut damit nichts gegen Kinderpornographie. Statt knalliger Wahlkampfsymbolik ist z&auml;he, nachhaltige Sachpolitik gefragt.</p>
</li>
<li><strong>Wir fordern eine bessere IT-Ausbildung f&uuml;r Justiz und Polizei</strong><br />
Das Internet <em>ist</em> kein rechtsfreier Raum. Illegale Internet-Inhalte werden auf Servern angeboten. Diese Server stehen in L&auml;ndern mit Gesetzen. Diese Server lassen sich abschalten, ihre Betreiber lassen sich ermitteln &#8211; wenn Justiz und Polizei das n&ouml;tige Personal mit IT-Sachverstand haben und international kooperieren. Die angebliche Schwierigkeit, solche Straftaten international zu verfolgen, betrachten wir als ein haltloses Argument.</p>
</li>
<li><strong>Wir fordern eine bessere Ausstattung der Sozialbeh&ouml;rden, um Kindesmissbrauch in Familien zu bek&auml;mpfen</strong><br />
Kinderpornographie ist die Dokumentation von Kindesmissbrauch, zumeist im privaten Umfeld durch &auml;ltere Familienmitglieder. Wer an der Pr&auml;ventions- und Sozialarbeit spart, l&auml;sst Verwahrlosung und Missbrauch ihren Lauf.</p>
</li>
<li><strong>Internetsperren sind einer Demokratie unw&uuml;rdig</strong><br />
Bei dem von der Bundesregierung gew&uuml;nschten System soll eine geheime Sperrliste ohne demokratische Kontrolle von einer Polizeibeh&ouml;rde gef&uuml;hrt werden. Aber noch bevor die Internetsperre durchgesetzt wurde, melden Lobbyisten, Politiker und Minister bereits lautstark Begehrlichkeiten zur Sperrung anderer ungenehmer Inhalte an. Wir sehen hier den Dammbruch f&uuml;r eine Zensurinfrastruktur.</li>
</ul>
<p>Ausdr&uuml;cklich widersprechen wir auf fachlicher Ebene Herrn Prof. Dr. Christoph Meinel.<br />
<strong>Das Thema Kinderpornographie ist zu ernst, um es f&uuml;r Wahlkampfeffekte zu missbrauchen.</strong></p></blockquote>
<p>Ich finde diese Erkl&auml;rung einfach nur klasse, da sie einerseits kurz und pr&auml;gnant ist und andererseits sehr sachlich die L&uuml;cken an der Gesetzesvorlage aufzeigt. Danke!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>DNS-Sperren: interessantes Urteil des Landgerichts Hamburg</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 22:12:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch wenn das Urteil des Landgerichts (LG) Hamburg vom 12. November 2008, welches jetzt ver&#246;ffentlicht wurde, nichts direkt mit der aktuellen Diskussion rund um die Internet-Sperrlisten zu tun hat, interessant ist es aber meines Erachtens auf jeden Fall. Wie Heise.de berichtet, ging es um eine Klage von f&#252;nf Unternehmen der Filmindustrie gegen einen Internetanbieter, den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn das Urteil des Landgerichts (LG) Hamburg vom 12. November 2008, welches jetzt ver&ouml;ffentlicht wurde, nichts direkt mit der aktuellen Diskussion rund um die Internet-Sperrlisten zu tun hat, interessant ist es aber meines Erachtens auf jeden Fall. Wie <a target="_blank" href="http://www.heise.de/newsticker/Urteil-DNS-Sperren-sind-zur-Blockade-von-Inhalten-nur-bedingt-geeignet--/meldung/137773" title="heise.de: DNS-Sperren sind zur Blockade von Inhalten nur bedingt geeignet">Heise.de</a> berichtet, ging es um eine Klage von f&uuml;nf Unternehmen der Filmindustrie gegen <a target="_blank" href="http://www.gschwarz.de/internetanbieter">einen Internetanbieter</a>, den Zugriff von Kunden auf eine in Indien gehostete Website per DNS-Sperre zu unterbinden. Das Gericht kam aber zu dem Urteil, dass DNS-Sperren nur bedingt geeignet sind:</p>
<blockquote><p>Im vorliegenden Fall ist nach Ansicht der Richter die verlangte Sperrungsanordnung durch DNS-Sperren zwar technisch m&ouml;glich. Es fehle allerdings an der Zumutbarkeit derartiger Blockaden. Insbesondere sei dabei die Eignung der in Betracht kommenden Ma&szlig;nahme zu ber&uuml;cksichtigen. Die Einrichtung einer DNS-Sperre sei zur Verhinderung des Zugriffs auf einen Internetauftritt &#8220;aufgrund von Umgehungsm&ouml;glichkeiten, etwa durch Eintragung eines anderen Nameservers&#8221;, nur &#8220;beschr&auml;nkt geeignet&#8221;. Dem Vortrag der Filmindustrie, wonach die Mehrzahl der &#8220;durchschnittlichen Internetnutzer&#8221; durch die DNS-Sperre davon abgehalten w&uuml;rden, einen anderen Weg zu den gesperrten Inhalten zu suchen, wollte das Gericht keinen Glauben schenken. Tats&auml;chlich sei es den Richtern selbst &#8220;in wenigen Minuten&#8221; gelungen, eine Internetseite mit einer Anleitung zur Umgehung mit den verf&uuml;gbaren Nameservern zu finden. </p></blockquote>
<p>Ich glaube, man braucht kaum weitere Worte zu verlieren: nun liegt sogar schon ein erstes Urteil vor, welches einerseits eines der Argumente der Kritiker best&auml;tigt und damit andererseits darlegt, wie falsch die geplante Gesetzesvorlage zum Thema Internet-Sperrlisten ist. Noch ein Grund mehr, an der <a target="_blank" href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860" title="ePetition des Bundestag: Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009">Online-Petition gegen die Sperrung von Internetseiten</a> teilzunehmen.</p>
<p>Und es gibt einen weiteren lesenswerten Artikel auf <strong>Zeit Online</strong> mit dem Titel <a target="_blank" href="http://www.zeit.de/online/2009/20/kinderpornografie-fakten?page=1" title="Netzsperren: Von der Leyens unseri&ouml;se Argumentation">Netzsperren: Von der Leyens unseri&ouml;se Argumentation</a>:</p>
<blockquote><p>In der Debatte um die Sperrung von Internetseiten zur Bek&auml;mpfung von Kinderpornografie steht man nicht fundierten Argumenten gegen&uuml;ber, sondern einem Berg wilder Behauptungen. [...] Es gibt keine Belege daf&uuml;r, dass Internetsperren zur Bek&auml;mpfung von Kindesmissbrauch wirksam sind, auch wenn das Bundesfamilienministerium dies mit Verweis auf L&auml;nder wie Schweden behauptet. Die schwedische Polizei beispielsweise gestand die Untauglichkeit solcher Ma&szlig;nahmen l&auml;ngst ein. Leider gelinge es durch Sperren nicht, die Produktion von Webpornografie zu vermindern.</p></blockquote>
<p>Der Artikel stammt von <em>Lutz Donnerhacke</em>, der in seinem <a target="_blank" href="http://blog.odem.org/2009/05/quellenanalyse.html" title="Woher wissen sie, was sie tun?">Odem-Blog</a> noch viel ausf&uuml;hrlicher die Zahlen und Hintergr&uuml;nde analysiert hat.</p>
<p>Schade nur, dass sich Frau von der Leyen bei diesem Thema weiterhin kritikunf&auml;hig und beratungsresident zeigt und das umstrittene Gesetz wie geplant zur Entscheidung noch in dieser Legislaturperiode bringen will.</p>
]]></content:encoded>
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