Linkspartei in Hessen demontiert sich

Die SED-Nachfolgeorganisation Die Linke schafft es ja immer wieder, sich mit populistischen Vorschlägen hervorzutun und leider glauben zuviele Deutsche wirklich, dass mit überholten marxistischen Vorstellungen die Welt von heute geführt werden könnte. Als Bsp. nenne ich nur die semi-genialen Idee der Milliardärs- und Millionärssteuer, die

zur Finanzierung eines öffentlichen Investitionsprogramms und zur Sicherung der Existenz kleiner und mittlerer Unternehmen

dienen soll. Leider steht nirgendwo auf deren Website (oder ich habe es nicht gefunden), wie hoch diese Abgabe den genau sein soll, denn schliesslich will man ja ein Konjunkturpaket von € 50 Mrd. auflegen. Aber dafür gibt es ja immer noch die Möglichkeit der Enteignung, die Oskar L. aus S. schon öftersmal gefordert hat.

Sehr schön ist aber auch, dass man wie oben zitiert ein öffentliches Investitionsprogramm auflegen will, gleichzeitig aber am 05.01.2008 aber unter dem Motto Arbeit schaffen statt Beton folgende Forderungen aufgestellt werden:

Vordringlich wäre jetzt, den Umfang der Beschäftigungsprogramme zu erhöhen, die Entlohnung armutsfest zu machen, den Hartz-IV-Empfängern die realen Heizkosten zu erstatten und die kommunalen Einmalzahlungen wieder aufzunehmen. […]Was die kleinen Handwerker brauchen, sind nicht Ausgaben für Straßenbau, sondern Zwischenfinanzierungen und Ausfallbürgschaften für ihre Außenstände.

Ich glaubte bisher immer, was die Handwerker brauchen, sind Aufträge, damit sie ihre Mitarbeiter bezahlen können … oder habe ich da etwas missverstanden. Sollen also Handwerksbetriebe am besten gleich zumachen, damit die Angestellten direkt Geld vom Staat bekommen?

Aber am allerschönsten finde ich, wie sich die Hessische Linkspartei aktuell selbst demontiert! Ronin alias Tilman Markowetz hat in seinem Blog Chemiestudent online unter dem Titel Die Linke zeigt ihr Gesicht die aktuellen Austritte von Spitzenpolitikern der SEDLinken in Hessen kommentiert und deren Begründungen dokumentiert. Dazu gehören u.a. fehlende Basisdemokratie, geheime Zirkel und E-Mail-Verteiler, Mobbing von Parteimitgliedern, Missgunst und üble Nachreden.

Tja, ganz so sozial scheint man intern nicht miteinander umzugehen. Aber es ist ja immer einfach, von Dritten Dinge zu fordern, die man selber nicht einhält! Meine Bitte: macht weiter so!